Endlich geschafft!

01:00 Wir fahren in die „Kleine Schleuse“ Ijmuiden und folgen dem breiten Kanal Richtung Amsterdam. Das ist auch Nachts problemlos möglich. Um 04:00 durchfahren wir die Schleuse zum Marker Meer und um 07:55 die Houtrib Schleuse zum Ijsselmeer. 08:10 Wir legen am Meldesteg der Deko Marine bei Lelystad an. Wir haben es geschafft.

Track seit New York 4.189 nm.

Auf nach Holland

00:50 Wir nehmen Kurs auf Dunkerque, um dort zu tanken. 05:00 es regnet. Hier füllen wir unseren Tank an einer Automatentankstelle. Um 05:30 sind wir schon wieder unterwegs. Der Vormittag ist noch grau und nass, nachmittags wird es sonnig. Bei der Ausfahrt des Hafens Rotterdam treffen wir wieder auf viel Querverkehr, passen aber bei unveränderter Fahrt bequem durch eine Lücke zwischen den ausfahrenden Tankern. Dem AIS sei Dank.

Beamte & Kraftstoff

Wolkig. Sehr schwacher Westwind. Motorfahrt.

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Nachmittags nähert sich uns ein großes graues „Kriegsschiff“ und der französische Zoll meldet sich über Funk. Wir dürfen unsere Fahrt mit gleicher Geschwindigkeit fortsetzen. Dann folgen vielen Fragen zu unserem Schiff, der Besatzung und der Reise, und in mir keimt schon die Hoffnung, dass die Kontrolle mit dem Funkgespräch erledigt wäre, bis mein Gesprächspartner sagt: „Ok, dann kommen wir jetzt an Bord“. Drei Herren werden von einem vierten im Schlauchboot zur „Lucky“ gebracht. Die freundlichen Beamten schauen in alle Fächer und Schränke, stellen viele Fragen und füllen ihre Formulare aus. Am Schluss verabschieden sie sich und kehren zu ihrem Mutterschiff zurück. Alles OK.

23:00 Während ich schlafe beobachtet Lothar gewissenhaft das wiederholte Auftauchen und passieren schneller Fähren auf dem AIS-Bildschirm. Wir befinden uns jetzt vor Calais, hier ist viel Verkehr. Um 23:50 geht der Dieselmotor aus, der seit 15 Monaten sein Dienst ohne Mucken verrichtet hatte. Die Tankanzeige zeigte schon lange „leer“ an, aber mein 150 Liter Tank, konnte unmöglich leer sein. Den Widerspruch konnte ich am nächsten Tag aufklären: „Der Dieseltank fasst nur 120 l“. OK, wieder was gelernt. 25 l Kraftstoff waren schnell aus dem Reservekanister nachgefüllt, und ich versuchte die Leitungen zu entlüften, wie ich es schon oft nach dem Filterwechsel gemacht hatte, während Lothar beobachtete wie die Fähren um „das Hindernis“ herum steuerten. Ich hatte die Maschine noch nie „trocken“ gefahren, deshalb musste ich die Bedienungsanleitung des Volvo zur Hand nehmen, um nach einer geschlagenen Stunde den Motor wieder starten zu können. Viel gelernt!

Angekommen in A Coruna

07:00 Er hat durchgehalten! Noch 75 nm bis A Coruna.  Seit 01:00 läuft der Motor wieder mit, um den Kurs aufs Ziel halten zu können. Die See ist ruppig, aber der Himmel zeigt Auflockerungen. Das Cockpit ist nass durch Gischt.

10:45 Sonnig, raue See, viel Gischt. AP steuert. Viel Schiffsverkehr, passt aber immer.

12:00 Etmal 145 nm. 20 – 30 kn Wind von vorne machen jede Hoffnung auf eine Abkunft bei Tageslicht zunichte. 3,5 – 4,5 kn Fahrt unter Motor

00:00 Ich mache am Wartesteg der Marina Real Club Nautico, A Coruna fest. Distanz seit New York 3.323 nm. Sofort wasche ich die Salzkruste vom Schiff.

A Coruna gefällt mir sehr gut. Hier kann ich endlich neue Kohlen für den Autopiloten besorgen. Die muss ich allerdings lange zurecht schleifen, bis sie passen. Schließlich warte ich auf eine Abschwächung des Wind für die Überquerung der Biscaya.