Freitag, 11.08.017 sonnig
Um 06:30 machen wir im Real Club Nautico, La Coruna die Leinen los. Unser Ziel ist die Bucht hinter dem Kap Finisterre. Der Wind schläft noch, deshalb schiebt uns die ersten drei Stunden der Diesel. Wir passieren den Herkulesturm
(Weltkulturerbe: Ältester Leuchtturm der Welt) während es langsam hell wird.
Um 09:40 hat der Wind genug Kraft die Segel zu blähen. Anfangs fallen die Tücher wegen der starken Dünung noch ab und zu ein, aber mit der Zeit segeln wir stabil unseren Kurs. Nachdem wir an der Isla la Malente vorbei sind (10:50), fahren wir nur noch mit dem Vorsegel, welches wir für besseren Stand ausbaumen.
Spätmachmittag nehmen wir den Baum weg und reffen das Segel, weil der Wind wieder kräftig aufbrist. Unter dem jetzt sehr kleinen Vorsegel passieren wir gegen 18:00 das Kap Finisterre.
Wir kreuzen von hier aus noch über eine Stunde in die Bucht auf. Um 19:40 fällt der Anker vor einem leeren Strand nahe Finisterre. Es war ein Tag mit hohem Segelanteil, fast immer sonnig, aber sehr kalt. Mittags hatten wir eine heiße Suppe, als Nachtisch heiße Schokolade, nachmittags einen Grog, und zum Abendessen Sauerkraut mit Schweinshaxe und Kartoffelpüree. Viva Espana!
Samstag, 12.08.2017 sonnig
Um 08:00 hieven wir den Anker und gleiten mit achterlichem Wind aus der Bucht. Das ruhige Wasser erlaubt uns in Ruhe zu frühstücken. Um 10:15 müssen wir sogar den Motor zur Hilfe nehmen, weil der Wind schwach wird. Wir machen um 15:30 noch mal einen Versuch zu segeln, aber ab 16:30 muss der Motor wieder ran. Die Vorhersage hatte uns viel Wind versprochen, aber der Tag bleibt ruhig. Um 18:00 ankern wir in der Bucht vor Bayona.
Es ist wärmer geworden. Mit dem Dingi setzen wir über und schlendern ein bisschen an der Promenade entlang. Wir laufen bis zum gut besuchten Badestrand und kehren dort um.
Auf dem Rückweg suchen wir eine kleine Kneipe an der Promenade auf. „Kleines Bierchen, bevor wir uns an Bord Nudeln kochen.“ Mit den bestellten Bieren kommt als Zugabe eine Schüssel Chips und ein Teller mit zwei gerösteten Weissbrotscheiben, darauf gebratenes Hackfleisch und eine zerlaufene Scheibe Käse. Ist wohl „Happy Hour“. Wir lassen uns die Häppchen schmecken, und da man auf einem Bein schlecht steht, bestellen wir zwei weitere Bier. Diesmal gibt es eine Schale Erdnüsse dazu und wieder die Brotscheiben, diesmal ist unter dem zerlaufenen Käse eine Scheibe Chorizo. Zur dritten Runde reicht man uns die gleichen Schnittchen wie zur ersten.
. . . Das Nudeln kochen hat sich erledigt.
Auf dem Weg zum Dingi finden wir noch ein sehr hübsches, verwinkelten Altstadtviertel mit zahlreichen Restaurants, aber wir sind satt.
Sonntag, 13.08.2017 Sonnig
Es ist 08:00 als wir „Anker auf“ gehen. 
Wir fahren langsam aus der Bucht und richten unseren Kurs zuerst nach West, später nach Süden. Um den leichten Nordwind zu nutzen haben wir bald das Großsegel und die Genua gesetzt. Allerdings lässt die Windkraft schnell nach und wir wollen unseren Gennaker setzen. Noch während der Vorbereitungen dreht der Wind um 180°, und bläst uns nun sanft entgegen. Wir brechen die Aktion ab, lassen das Großsegel stehen und starten den Diesel.
Mittags scheint der Wind von Richtung und Stärke her wieder ganz brauchbar. Wir trimmen das Groß-, setzen das Vorsegel und schalten den Motor ab. Nach einer Viertelstunde hat sich unsere Geschwindigkeit bei 2,5 kn eingependelt. Das reicht dann doch nicht. Wir packen die Segel ein und erreichen nach weiteren zwei Stunden Motorfahrt um 17:00 die Marina von Povoa de Varzim.
Der Spaziergang zum Ortskern, der fast eine halbe Stunde Fußmarsch entfernt ist, lohnt sich für uns nicht wirklich. Wir finden nichts, was uns gefällt, abgesehen von einem Supermarkt, wo wir unsere Vorräte ergänzen können. Gegessen wird an Bord. Heute gibt es Tomatensalat mit Thunfisch
Morgen sollten wir nach kurzer Fahrt Porto erreichen
Günter haste Dir immer noch keine Angel gekauft? hehe
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