
Nachtrag zum Bericht Von Lagos nach Porto Santo
Betrifft Schadenfeststellung: Günter hat Schmerzen beim Tief durch Atmen, Lachen, und sich umdrehen, nachdem er in einer der Nächte im Cockpit ausrutschte und unterstützt vom Schwung einer Welle, mit dem Rücken auf eine Kante der Kajüte knallte. Dank unserer medizinischen Ausbildung wissen wir, dass es weder für Rippenprellungen noch –brüche eine Therapie gibt. In sechs Wochen wird es nicht mehr so weh tun.
Gez. Dr. Ouzo
Freitag, 15.09.2017 sonnig, viel Wind
Obwohl wir gestern früh im Bett waren, schlafen wir erst mal lange aus. Der Wind bläst die ganze Nacht durch und lässt auch am Morgen kaum nach. Wir frühstücken gemütlich. Danach wechseln wir das Kabel des Plotters im Cockpit aus und warten alle Kabelverbindung im Steuerstand. Wir treffen Vorbereitungen für kleine Nachbesserungen der Dichtigkeit im Bereich des Ankerkastens.
Kurz nach Mittag scheint es uns endlich ruhig genug für ein Übersetzen mit dem Dingi in die Marina. Die kurze Fahrt verläuft wesentlich angenehmer als erwartet. Wir werden gar nicht nass.
Im ersten Café, noch auf dem Hafengelände, kehren wir erst mal auf einen Drink ein. Dabei lernen wir die Crew einer anderen deutschen Yacht kennen, die gestern kurz nach uns hier vor Anker ging. Nach kurzem Erfahrungsaustausch brechen die drei zum Einkaufen auf. Wir folgen ein paar Minuten später. Der aufgeräumte Ort ist teilweise für das Kolumbusfest, das hier vom 14. bis 16.09. stattfindet, geschmückt.
Ich bin wieder begeistert von dem langen Sandstrand, an dem sich nur wenige Gäste aufhalten und dem klaren, türkisfarbenen Meerwasser.
Bei einer kleinen Pause lernen wir in einem Bistro die weißen Bohnen kennen, die hier zum Bier gereicht werden. Der Kellner merkt sofort, dass es uns schmeckt und sorgt für reichlich Nachschub.
Zurück im Hafen probieren wir noch eine Inselspezialität, den Vinho de Porto Santo. Auch hier gibt es wieder die eingelegten Bohnen (Tremoços) dazu.
Der Wein trifft nicht 100%ig unseren Geschmack, aber wir müssen ja auch noch (Dingi) fahren.
Zurück an Bord kümmert sich Günter um die angesprochenen Dichtarbeiten, während ich zum Abendessen einen Salat vorbereite und ein paar Schnitzel brate.
Auch eine Diät braucht Pausen.