Santa Cruz de Tenerife

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Montag, 30.10.2017                       sonnig

Skippers Geburtstag verbringen wir mit selbst gebackenem Apfelkuchen in einem sehr schönen Freibad neben der Konzerthalle von Santa Cruz.

Abends gehen wir mit einem ordentlichen Sonnenbrand essen.20171030_194538

Dienstag besorgen wir uns Karten für das Konzert En América,  um die schöne Veranstaltungshalle auch innen zu erleben.

Mittwoch finden wir auf der Suche nach einem netten Restaurant einen schönen Botanischen Garten,

aber auch unsere Suche hat Erfolg.

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Kotelett nach Art des Hauses

Freitag besuchen wir das Konzert. Wir hören sehr schöne Werke von Fons, Hindemith und ein Klavierkonzert von Gershwin.20171103_203300

Samstag, 04.11.2017

Andrea fliegt heute leider nach Hause. Wir verabschieden uns um 16:30 am Flughafen Teneriffa Süd. Wenn alles klappt sehen wir uns Anfang 2018 in der Karibik wieder.

Günter landet kurz vor 19:00 auf Teneriffa Nord und kommt um 20:00 an Bord.

Sonntag bauen wir die von Günter mitgebrachten Ersatzteile ein. Danach wird mal wieder das Deck geschrubbt. Egal ob es Wüstenstaub oder Vulkanasche ist, es wird immer wieder schmutzig.

Montag wandern wir zum Supermarkt und kaufen wieder ein. 20171106_115951Die Waren werden abends zum Boot geliefert. Bis auf frisches Gemüse und Obst haben wir jetzt für die Überfahrt fast alles an Bord.

Dienstag, 07.11.2017                     bewölkt

Wir checken früh aus. Wir wollen heute bis San Miguel im Süden der Insel, dort tanken und Morgen nach La Gomera weiter fahren. Es wird dann doch 12:00 bevor wir abfahren. Mit viel Wind und ordentlichen Wellen im Rücken geht es nach Süden. Obwohl das Scenario keineswegs bedrohlich ist und wir gut voran kommen, wird Günter zum ersten Mal in seinem Leben von einer leichten Seekrankheit befallen, was uns nicht davon abhält die Schleppangel auszubringen um endlich mal einen Fisch an Bord zu holen. Günter verbringt den Tag überwiegend liegend im Cockpit. Als wir abends die Angelschnur einholen, ist die Enttäuschung groß. Scheinbar hat endlich ein dicker Fisch Interesse an unserem Köder gehabt. Dummerweise war der Kerl wohl zu dick. Er hat den Köder einfach abgerissen. Der Wind bläst noch kräftig, als wir den „Roten Felsen“, das Süd-Östliche Kap von Teneriffa, runden und dahinter vor Anker gehen, aber vor den Wellen sind wir hier gut geschützt. Wir machen uns erst mal eine heiße Suppe, später ein leckeres Putencurry. Selbst hier am Ankerplatz fühlt Günter sich nicht wirklich wohl und geht früh schlafen.

Apropos Ankerplatz: Wir hatten nachmittags bei der Marina La Gomera angerufen und erfahren, dass man uns z. Zt. keinen Liegeplatz für den 08.11. anbieten könne. Wir sollen Morgen um 12:00 nochmal anrufen, vielleicht wird ja was frei.  Telefonisch informiere ich Anna und Reinhard, die wir in San Sebastian de La Gomera treffen wollen. Sie liegen mit Ihrer Sancara schon seit einigen Wochen dort.

Mittwoch, 08.11.2017                       sonnig

Als wir aufwachen liegen wir auf klarem, ruhigem Wasser, den Anker sichtbar neben uns am Grund. Sonnenschein. Kein Wind. Wir lassen uns Zeit. Trinken Kaffee. Frühstücken. Um 10:03 klingelt mein Telefon. Reinhard: „Neben mir ist gerade ein Platz frei geworden. Vielleicht rufst Du besser jetzt im Hafenbüro an.“ Super Idee! Ich rufe sofort in San Sebastian an und erhalte die Zusage für einen Liegeplatz in der Marina. Danke Reinhard!

Natürlich gehen wir sofort Anker auf und machen uns auf den Weg. In San Miguel halten wir kurz zum Tanken. Es ist wieder mal sehr schwacher Wind aus Nord angesagt. Wir richten uns auf eine gemütliche Motorfahrt ein und bringen die Angel aus.  Nachdem wir die Küste von Teneriffa verlassen haben, setzen wir um 13:00 doch die Segel, um einen leichten Süd-West Wind zu nutzen.

13:20 Bei Gegenwind rollen wir die Genua wieder ein. Irgendwann fällt uns auf, dass unser Köder erneut abhanden gekommen ist. Wir knoten einen neuen an und versuchen es nochmal.

14:45 Wir segeln mit kleinster Segelfläche hoch am Wind gegen 20 kn aus Nord-West.

15:45 Wind genau von vorn. Wir bergen die Segel und motoren die letzte Stunde zum Hafen. Hier holen wir auch die Angelschnur ein. Diesmal ist wenigstens der Köder noch dran.

Reinhard hatte mich vor dem kräftigen Wind am Nachmittag gewarnt. Wir haben scheinbar Glück, bei unserer Einfahrt bläst es nur mäßig. Ein Mariniero weist uns tatsächlich den Platz neben Sancara zu. Während ich das Boot drehe um rückwärts in die Gasse zu manövrieren, ruf jemand aus einem Cockpit: „So möchte ich das auch mal können“. „Warte mal bis ich fertig bin“, rufe ich zurück. Ich steuere genau, aber langsam die Box neben der Sancara an. Gerade als sich unser Heck in die Lücke schiebt, erfasst eine kräftige Böe den Bug und drückt uns auf Sancaras Heck. Günter und Anna haben alle Hände voll zu tun, um mittels Fender und durch kräftiges Abdrücken Schäden an den Booten zu verhindern. Sicherheitshalber mache ich die zweite Anfahrt vorwärts. Um kurz vor 17:00 haben wir festgemacht. Nach einer sehr kurzen Begrüßung unserer Freunde muss ich im Hafenbüro einchecken.

Wir beschließen den Abend mit einer Pizza an Land und Büroarbeit an Bord.

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