Nochmal Carriacou

Mittwoch, 27.12.2017                   sonnig und warm, sehr windig

Der Wind hat während der ganzen Nacht kräftig geblasen, aber unser Anker ist gut im Sand eingegraben. Bei der Törnplanung stelle ich heute Morgen fest, dass wir auf Petit Martinique zwar Wasser und Diesel kaufen können, die Insel aber keine Möglichkeit zum Ein- bzw. Ausklarieren bietet. Wir beschließen, Wasser zu tanken und dann nach Carriacou zurückzufahren. Im Revierführer steht der Anleger auf Petit Martinique wäre: The best and most convenient fuel dock in the Grenadines. Offensichtlich hat der Autor bei Windstille und glatter See getankt. Wir legen bei kräftigem Schwell und viel Wind an. Hilfe von Landseite gibt es nicht. Nach dem Festmachen, zerrt Lucky ungeduldig an den Leinen. Die wackeligen Klampen am Steg, flößen wenig Vertrauen ein. Wir können nicht verhindern, dass das Schiff immer wieder von den Wellen in die Fender geworfen wird, aber dafür sind sie ja da. Alles etwas abenteuerlich, aber wir kommen ohne Schaden davon.

Während wir tanken erscheint plötzlich unser Freund Tim aus Carriacou am Steg. Freudige Begrüßung. Sofort bietet er wieder Langusten zum „special price“ an, der aber 100% über dem liegt, den wir zuletzt gehört haben. Wir lehnen dankend ab. Tim bietet an unseren Müll zu entsorgen. Wir nehmen an, und Günter bringt zwei Säcke zu Tims Boot. Er kommt zurück zur zappelnden Lucky und sagt: „50,00 EC$ (17,00 €) will der haben“. Langsam wird der geschenkte Thunfisch teuer. Wir geben ihm 20,00 EC$ und versprechen, später zu „seinem“ Restaurant zu kommen.

Die Überfahrt mit Rückenwind nach Hillsborough ist ruhig und um 11:30 liegen wir wieder vor der Stadt. IMG_4516Auch hier ist das Anlanden mit dem Dinghi wetterbedingt etwas unangenehmer. Günter macht sich auf den Weg zu Tims Restaurant (w/ des Internets), ich bin pünktlich zur Mittagspause (12:00 – 13:00) bei der Einwanderungsbehörde. Ein Officer gibt mir freundlicherweise schon mal das Formular und bittet mich nach 13:00 wiederzukommen. Also auch auf zu „Tim’s“.

Um 13:10 bin ich zurück. Vor dem Büro stehen sechs Leute. Meine Frage, ob sie vor dem Immigration Office anstehen, wird natürlich mit „Yes“ beantwortet. Ich Frage: „ . . . and who ist the last one in line?“ Die prompte Antwort kommt: „ I think that’s you“. Großes Gelächter!

Die Wartezeit ist nicht langweilig. Ich klariere für den nächsten Morgen 10:00 aus. Nachmittags verbringen wir noch etwas Zeit bei Tim. Das Müllgeld wird erst mal nicht mehr angesprochen. Abends gibt es gebratenen Thunfisch, diesmal mit Spaghetti. Immer wieder lecker.

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