Weiter nach Martinique

Mittwoch, 03.02.2018

Wir verlassen unseren Ankerplatz um 11:00. Zwanzig Minuten später stehen die Tücher und wir segeln fast zwei Stunden nach Norden. Unterwegs kreuzt die Costa Magica unseren Kurs. Das AIS hat uns jederzeit mitgeteilt, dass wir mit knapp 100 m Abstand passieren würden, mir stellte sich aber lange die Frage, ob wir vor oder hinter dem Cruiser durchfahren würden.

Unter Maschine geht es weiter nach Chateaubelair auf St. Vincent, wo wir um 14:45 zum Ausklarieren ankern.

Sofort kommen Kinder auf Surfboards oder in Schlauchbooten zum Schiff, um uns zu einem besseren Ankerplatz zu lotsen. Auch Gerald, ein alter Einheimischer, steht bald auf seinem Surfboard neben Lucky und hält sich an der Fußreling fest. Die Kinder fragen nach Keksen und Coca Cola. Auch Gerald ist sehr freundlich, spricht ein paar Brocken Deutsch und fragt nach einer Cola.

Ich fahre mit dem Dinghi zum Strand, einen Steg gibt es nicht. Auch dort erwarten mich helfende Hände bei der Landung. Die Menschen sind freundlich und weisen mir den Weg zum 100 m entfernten Customs-Office. Das Ausklarieren geht schnell und kostet nichts. Als ich um 15:30 zurück an Bord bin, beschließen wir, nicht in der Bucht zu übernachten, sondern durch die Nacht nach Martinique zu fahren. Um 17:00 ziehen wir den Anker hoch und verlassen die Insel mit Ziel Le Marin.

Donnerstag, 04.01.2018

Wir motoren die ganze Nacht gegen den Wind. Als es um kurz nach 06:00 hell wird, sehen wir Martinique vor uns liegen. Über der Bucht von Le Marin geht gerade wieder ein kräftiger Regenschauer nieder. Zwei Stunden später sehen wir kurz vor der Marina die Sancara im Ankerfeld liegen. Wir fahren heran und begrüßen Anna und Reinhard aus der Ferne. An der Tankstelle füllen wir Diesel und Wasser auf, danach ankern wir neben unseren Freunden. Die fahren zwar heute schon weiter, aber wir werden uns auf der Reise bald mit mehr Zeit treffen.

Ich fahre erst mal zum Einklarieren an Land. Hier sind wir quasi in Europa, jedenfalls vom Telefonnetz her. Bei einer Elektronikwerkstatt gebe ich unser Windinstrument ab, dessen Beleuchtung repariert werden muss. Die Supermärkte tragen ihren Namen hier wieder zu recht. Abends gibt es panierte Schweinekoteletts mit Kartoffeln und frischem Salat.

Freitag, 05.01.2018

Nach dem Frühstück aus Bratkartoffeln mit Speck und Eiern fahren wir an Land. Die Dinghistege sind wirklich überlastet, aber nach einigem Suchen finden wir einen Platz. Wir holen erst mal den Windanzeiger ab. Während wir uns im nächsten Zubehörladen umsehen, gehen draußen wieder die Regenschleusen auf. Auch dieser Schauer ist nur kurz, und wir finden in der Zwischenzeit brauchbare Artikel im Geschäft. Nach einem Rundgang auf dem Marinagelände fahren wir mit dem Dinghi zu den Supermärkten auf der anderen Seite der Bucht. Hier gibt es ein großes Angebot zu guten Preisen. Wir besprechen den Einkauf bei einem Bier, bevor wir zuschlagen und die Waren an Bord schaffen. Die Neu- und Ersatzteile werden eingebaut, die Lebensmittel verstaut.

Um 15:50 lichten wir den Anker und wechseln in das Ankerfeld vor Ste. Anne. Wie verabredet liegen wir hier neben der Electra. Nach dem Abendessen kommen Mascha und Jens auf ein Bier vorbei. Wir verbringen wieder einen netten Abend zusammen.

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