Erst mal weiter

Freitag, 12.01.2018

Wir haben uns gestern Abend bei einem kühlen Bier die ganze Wellendichtungsgeschichte nochmal gründlich überlegt. Nachdem wir die Manschette gut gefettet haben, tropft es nur noch bei Motorfahrt. Das gibt uns Spielraum, erst mal weiterzusegeln. Wir sind der Meinung: Teurer kann es nirgendwo sein. 2014 haben wir in den USA weniger als die Hälfte fürs Kranen bezahlt.

Samstag, 13.01.2018

Nach dem Frühstück fahren wir zur Tankstelle um Wasser und Diesel zu ergänzen. Danach wollen wir unser Windinstrument abholen, das wir am Donnerstag in einer Elektronikwerkstatt abgegeben haben. Wir müssen so lange vor dem Tankponton warten, dass wir es nicht vor Ladenschluss schaffen. Also bleiben wir übers Wochenende noch hier.

Sonntag, 14.01.2018

Einheimische beim Sonntagssegeln
Einheimische beim Sonntagssegeln

 

Montag, 15.01.2018

09:30 Der Windanzeiger wurde noch nicht repariert. „Fragen sie doch in zwei Stunden noch mal nach.“

Wir sagen erst mal die vereinbarten Termine für den 24. ab und kaufen die erforderliche Wellendichtung, um sie an Bord zu haben, falls wir unterwegs auf eine günstige Werkstatt treffen.

Mittags erhalten wir tatsächlich das Windinstrument, das jetzt einwandfrei arbeitet. Die Abreise verschieben wir mal wieder auf Morgen. Nach einem Spaziergang belohnen wir uns mit einem köstlichen Döner im Kebap-House und nutzen auch gleich den daneben liegenden Waschsalon. Am Abend sind wir zum Bier auf der Electra eingeladen.

 

Dienstag, 16.01.2018

06:40 ziehen wir den Anker an Bord und segeln nach St. Pierre. Den größten Teil der Strecke können wir wirklich mit der Kraft des Windes zurücklegen, lediglich die letzten vier Meilen motoren wir gegenan. Um 14:05 ankern wir am Ziel.

Wir brauchen Bewegung, fahren mit dem Dinghi an Land und machen uns auf den langen Weg zur Rum-Brennerei. Zehn Minuten vor Erreichen der Anlage öffnen sich wieder die himmlischen Schleusen und wir treffen klatschnass dort ein. Auf dem Rückweg werden wir von der Sonne schnell wieder getrocknet. Einen kurzen Halt machen wir noch bei dem Bistro mit der schönen Aussicht, danach wird ausklariert. Wir wollen weiter.

21:30 Wir gehen Anker auf und segeln in die Nacht nach Norden. Beim Passieren der Insel Dominica ist wegen der Windabdeckung der Motor gefragt, aber sonst ist es wieder ein schöner Segeltörn.

Mittwoch, 17.01.2018

Um 12:45 machen wir an einer Boje vor der Insel Terre-de-Haut, Les Saintes fest.

Hier liegt man preiswert, und auf Bestellung werden zum Frühstück frische Croissants und Brot zum Schiff gebracht. Um 14:00 sind wir an Land. Ich brauche eine Apotheke und wir müssen natürlich einklarieren. Beide Geschäfte sind mittags geschlossen, öffnen um 15:00. So folgen wir erst mal unserem Bewegungsdrang.P1070397 Über dem hübschen, kleinen Ort liegt das Fort Napoléon. Über eine steile Straße laufe ich hoch und genieße die Aussicht über die Bucht. Selbstredend werde ich auf dem Rückweg gründlich geduscht und komme tropfnass im Ort an. Günter ergeht es beim Joggen nicht besser. Wir trösten uns mit einem kleinen Eis.

Donnerstag, 18.01.2018

Um 08:00 klopft es an der Bordwand. Die bestellten Croissants werden gebracht. Nach dem Frühstück fahren wir  zur Insel.

Wir laufen zu einem großen Strand an der gegenüberliegenden Ostküste, dort entlang bis zu einer kleinen Badebucht. Günter geht schwimmen, ich ruhe mich auf einer Wiese aus.  Natürlich gibt es auf dem Rückweg wieder eine ordentliche „Naturdusche“ mit anschließender „Sonnentrocknung“. P1070410Wir kehren bei „unserer“ Eisdiele ein. Danach fahren wir zurück aufs Schiff, gerade rechtzeitig vor dem nächsten Wolkenbruch.

Freitag, 19.01.2018

07:10 Wir werden vom Klopfen des Brötchenservices geweckt.

Um 08:45 lösen wir uns von der Boje und segeln nach Guadeloupe. Der Wind wird bald schwach, und auch die Richtung passt nicht richtig, deshalb lassen wir den Motor zeitweise helfen. Ab Mittag läuft es dann aber richtig schön unter Segeln. Heute wird Günters unermüdlicher Einsatz an der Schleppangel endlich belohnt. Während des Segelns fängt er eine prächtige „Spanische Makrele“.

Das Tier wird sofort getötet und neben dem Cockpit filetiert. Die Filets wandern in den Kühlschrank, der Rest zurück ins Meer. Das Fleisch ergibt zwei große Mahlzeiten für uns beide.

15:00  Wir machen in der Marina Bas-du-Fort bei Point-a-Pitre, Guadeloupe an einer Boje fest. Hier beobachten wir eine Vielzahl von Pelikanen bei der Jagd.

Abends gibt es Fisch.

Samstag, 20.01.2018

In der Nacht hat es nicht geregnet. Wir werden sogar beim Frühstück nicht nass. Die Suche nach einer Werkstatt, die unsere Wellendichtung wechseln kann, bleibt erfolglos, weil die in Frage kommenden Betriebe am Wochenende geschlossen sind. Gegen 10:00 nehmen wir einen Linienbus, der uns in fünf Minuten nach Point-a-Pitre bringt.

Vorbei an einem bunten Markt laufen wir ins Zentrum, wo wir auf die ersten Karnevalsgruppen treffen.

Wir trinken einen Kaffee vor einer Bar mit Life-Musik. Mittags essen wir einen Döner (typisches karibisches Gericht). Den Nachmittag verbringen wir bei Büroarbeiten an Bord.

Morgen fahren wir weiter. Der Kanal durch Guadeloupe ist nicht befahrbar, weil die Brücken nicht öffnen. Die gleiche Auskunft habe ich bereits 2015 bekommen. Wir müssen also den westlichen Flügel der Insel (Basse-Terre) südlich runden, um nach Norden zu fahren. Mal sehen wo wir einen Stopp einlegen können.

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