Sonntag, 21.01.2018
Nach dem Duschen und Bezahlen fahren wir um 08:20 noch kurz die Tankstelle an, um Wasser aufzunehmen. Um 09:00 sind wir bereits unter Großsegel und Genua unterwegs. Mit Erreichen des südwestlichen Endes von Guadeloupe bergen wir das Großsegel und runden das Kap unter Genua in verschiedenen Reffstufen. Um 13:15 bergen wir an der Westküste das Segel. Wir haben im Vorbeifahren in der Marina de Riviére Sens einen Bootslift entdeckt.
15:45 Wir ankern vor der Marina und fahren mit dem Dinghi hinein. Aus der Nähe betrachtet lässt der Anblick unsere Hoffnung auf Hilfe schnell schwinden. In dem gammeligen Kran hängt ein verrottetes Motorboot. Wir finden nicht mal ein Becken, in dem der Lift arbeiten könnte, von einer Fachwerkstatt ganz zu schweigen. Abgesehen von den Pelikanen im Hafen, hat der kleine Ort für uns nichts Interessantes zu bieten.
Zurück an Bord spritze ich frisches Fett in die Wellendichtung, die heute wieder deutlich mehr Wasser durchgelassen hat. Das wirkt! Sofort reduziert sich das Tropfen merklich.
15:10 Wir ziehen den Anker an Bord und fahren weiter nach Norden.
17:50 Wir ankern vor Malendura, direkt am Naturschutzgebiet Réserve Cousteau. Vom Strand hallt stundenlang Trommeln herüber. Karneval?
Es hat heute bisher nicht geregnet! Das ändert sich natürlich schlagartig, als um 18:50 unser Abendessen auf dem Cockpittisch steht. Wie so oft gehen wir zum Essen schnell nach unten in den viel zu warmen Salon.
Montag, 22.01.2018
Der Himmel ist wolkenverhangen und ab und zu nieselt es ein bisschen. Nicht einladend zum Schnorcheln.
10:00 Wir setzen die Segel, ziehen den Anker an Bord und segeln knapp 10 nm nach Deshaies. Während der Überfahrt widmen wir uns der Chrompflege im Cockpit. Am Ziel ankern wir und warten einen Regenschauer ab.
Um 12:30 fahren wir an Land. Wir brauchen eine Apotheke und müssen ausklarieren. Natürlich sind beide Geschäfte über Mittag bis 15:00 geschlossen.
Die in den Restaurants angebotenen Speisen sind uns zu teuer, also fahren wir nach einem Rundgang durch den kleinen Ort zurück an Bord. Hier gibt es Rührei mit Speck und frisch gebackenes Brot als zweites Frühstück.
Am Nachmittag erledige ich die nötigen Dinge an Land. Den Rest des Tages verbringen wir an Bord.
Dienstag, 23.01.2018
Um 07:00 setzen wir die Segel und heben den Anker. Vor uns liegen 43 nm bis Antigua. Durch die Landabdeckung ist der Wind am Anfang noch unstet. Weiter draußen sind wir der Atlantikdünung ausgesetzt, aber hier bläst es jetzt stärker und gleichmäßig. Wir reffen die Genua und kommen gut voran.
Günter hat, wie immer wenn Platz im Kühlschrank ist, die Schleppangel ausgebracht. Um 14:40 beißt etwas an. Er zieht einen schönen Thunfisch für vier Personen an Bord und verarbeitet ihn wie gewohnt.
Um 15:30 erreichen wir English Harbour.
Wir ankern in der Freeman Bay und ich setze zum Einklarieren über. Um 16:40 ziehen wir das Eisen wieder hoch, drehen eine kleine Runde durch Nelson’s Dockyard.
und fahren dann zur um die Ecke liegenden Falmouth Harbour Bucht. Hier ankern wir um 17:25 hinter der Sancara. Wir setzen kurz über und berichten uns gegenseitig über die jüngsten Ereignisse. Wir haben nicht viel Zeit. An Bord wartet der Thun, den wir heute teils roh mit Sojasoße und Wasabi als Vorspeise essen. Danach gibt es gebratene Filets mit Bratkartoffeln. Petri Dank!
Beim Thunfisch- Dinner wäre ich gern dabei gewesen. Gute Reise noch und sei der Wettergott gnädig mit Euch. LG Birgit
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