Freitag, 23.02.2018
Über Nacht soll der Wind endlich nachlassen. Zum Ende der kommenden Woche soll es sogar schwachwindig werden. Wir nutzen die Chance, doch noch aus der tristen Marina zu kommen und checken aus. Unsere Abfahrtzeit gebe ich mit Samstag 08:00 an.
Samstag, 24.02.208
Wir kommen nicht ganz pünktlich weg, und als wir um 08:20 gerade die Leinen lösen wollen, erscheint der Offizier der Navy. Er gibt Zeichen, noch zu warten und füllt ein Formular aus, welches ich unterscheiben muss. Dann erscheint ein Mitarbeiter der Marina, füllt auch ein Formular aus, will unsere Pässe sehen und braucht natürlich eine Unterschrift.
Es ist 08:45, als wir endlich die Box verlassen. Im großen Hafenbecken verstauen wir in Ruhe alle Leinen und Fender, während auffrischender Wind den ersten Regenschauer ankündigt. Bei leichtem Regen fahren wir in die kurze betonnte Fahrrinne der Marina, wo uns starker Schwell entgegen kommt. Trotz Standarddrehzahl reiten wir nur sehr langsam über die kurzen, steilen Wellen ins tiefe Wasser. Als wir endlich „draußen“ sind öffnet der karibische Himmel die Schleusen und schickt gleich ordentlich Starkwind mit.
Wir lassen den Autopiloten gegen den Wind steuern und suchen unter Deck Schutz. Nach einer Viertelstunde ist der Spuk vorüber. Wir gehen auf Südkurs, rollen die Genua aus und stellen den Motor ab. Wir kommen gut voran, allerdings ist das andauernde Rollen des Bootes nichts für Andrea, die in diesem Urlaub ihren ersten Tag auf See verbringt. Sie opfert Neptun mehr, als sie gefrühstückt hat. Erst als wir gegen 14:00 Uhr nach Passieren der Insel Saona den Kurs nach Westen richten, wird die See ruhiger. Am Westende der Insel gehen wir nach Norden und ankern um 17:00 auf ruhigem Wasser vor einem langen Palmenstrand.
Nach dem Abendessen sind wir früh im Bett.
Sonntag, 25.02.2018
Wir lassen uns Zeit und gehen erst um 10:00 Anker auf. Wir segeln Richtung Isla Catalina, wo wir auf Marine Traffic die Sancara gesehen haben. Ich habe Anna und Reinhard kurz angeschrieben, um mir die Position bestätigen zu lassen. Heute erleben wir echtes „Champagnersegeln“. Keine Wellen und guten Wind. Unterwegs bekomme ich Antwort von der Sancara, die gar nicht vor Catalina gelegen hat, sondern lediglich auf der Reise nach Jamaika dort vorbei gefahren ist. Wir gehen etwas höher an den Wind, und halten nun direkt auf Bayahibe zu, wo Eva und Günters Dream Resort liegt. Die Beiden sind zwar heute unterwegs, aber Morgen ist ja auch noch ein Tag.
Obwohl wir auch heute wieder von Regenschauern mit Starkwind geärgert werden, bleibt es ein herrlicher Segeltag. Um 15:30 ankern wir vor Bayahibe. Hinter uns liegen zwei Segelyachten und wenigstens 15 Ausflugskatamarane vor Anker. Im Laufe des Abends kommen mindestens weitere 10 der Partyschiffe von ihrem Ausflug zurück.
Aufziehende Wolken und Wind halten Andrea heute vom beabsichtigten Sprung ins klare Wasser ab.
Die Spaghetti mit dicken Shrimps sind köstlich.
Hallo Klaus und Andrea, das Wetter liest sich ja wie August auf der Ostsee, nur dort weniger Katamarane….:-) LG und gute Reise Jochen
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