Grand Turk

Mittwoch, 07.03.2018

Wir haben Glück unsere Gasflasche und meine gewaschene Wäsche bekommen wir früher zurück, als erwartet. So ziehen wir bereits um 14:15 den Anker hoch und motoren aus der Bucht von Santa Barbara de Samana. Wir müssen „draußen“ mit gut drei Meter Wellenhöhe rechnen, allerdings soll diese bis Morgen früh auf zwei Meter zurückgehen. Um 16:30 erreichen wir Punta la Palometa. Es wird unruhig.

18:00 Lucky bockt durch eine sehr kabbelige See. Nach weiteren 45 Minuten passt unser Kurs endlich zur Windrichtung und wir rollen die Genua aus. Ohne Motorunterstützung kommen wir auf 3,8 kn. Als die See sich um 20:00 beruhigt werden wir sogar 5 kn schnell.

 

Donnerstag, 08.03.2018

04:00 Ruhiges Segeln 3,6 – 4 kn

05:35 der Wind schläft ein. Der Motor muss wieder ran.

11:30 Wir Segeln wieder unter Genua

11:50 Setzen den Blister an Stb dazu.20180308_143708

14:25 mit Blister und Genua kommen wir auf 4 kn.

16:00   3,5 kn

16:30 Zuwenig Wind zum Segeln. Motor.

 

Freitag, 09.03.2018

05:30 Ein Meer wie Öl. 3,9 kn. noch 16,3 nm (Nautische Meilen)

20180309_080449
09.03.2018 08:02

09:40 Wir ankern in der Nähe des Cruiser Docks von Grand Turk im bisher klarsten Wasser unserer Reise, lassen das Dinghi zu Wasser und fahren zum Einklarieren. Die Mitarbeiterin der Einwanderungsbehörde weist uns freundlich, aber bestimmt darauf hin, dass wir sieben Tage ohne Cruising-License in den Gewässern der Turks and Caicos bleiben dürfen, danach müssen wir 350,00 US$ für diese License  zahlen. Die Geschäftszeiten der Behörde sind wochentags von 08:00 – 16:00, außerhalb dieser Zeiten werden weiter Gebühren (Overtime) fällig. Wir haben verstanden.

Zwischenzeitlich hat ein der Schiff der Carnival Cruises am Dock festgemacht und die Passagiere strömen an Land. Da wir gerade an Land sind, machen auch wir uns auf den Weg zum Cruiser Terminal. Ein hübsches kleines Dorf mit Boutiquen, Juwelieren und netten Kneipen. Wir schauen uns im Duty-Free Shop um, finden aber nichts Interessantes. Im Margaritaville gönnen wir uns ein Bier. Bei den Preisen verzichten wir auf ein zweites.

Zurück auf der Lucky heben wir den Anker und motoren 2,5  nm nach Norden um vor Cockburn Town erneut zu ankern. 20180309_145514Hier landen wir mit dem Dinghi am Strand an. Das gelingt trotz kleiner, auf den Strand laufenden Wellen, ganz gut. Wir ziehen das Beiboot auf den Sand und sichern es mit einer Leine an einem Baum.

Als Erstes wollen wir uns hiesige Telefonkarten besorgen. Dank der Hilfsbereitschaft der Einheimischen brauchen wir nur ein paar hundert Meter zu einem Flow Laden zu laufen. Während wir auf das Freiwerden des Schalters warten, können wir schon die wichtigsten Dinge im Internet über das offene WiFi der Filiale erledigen. Danach werden wir von einem freundlichen Angestellten ausgestattet. Wir haben in der Dominikanischen Republik zuletzt 2,50 € für fünf Tage unlimitierte Internetnutzung bezahlt, hier kostet eine Karte mit einem Limit von 1 GB für sieben Tage 20,00 US$.

Als Nächstes wollen wir den Ort erkunden. Auch Grand Turk muss im letzten Jahr von den Hurricanes hart getroffen worden sein. 20180309_145855Auf der Straße entlang des Strandes gibt es kleine Restaurants, Andenkengeschäfte die auf die Kreuzfahrer warten und einen Frisör. Wir sprechen mit ein paar Einheimischen und erhalten viele Tipps für unseren Aufenthalt.  Wir haben Hunger, essen köstliche Conch- Gerichte bei einem Stehimbiss, verbunden mit informativer Unterhaltung mit dem Eigentümer. Nach dem Essen lasse ich mir beim gegenüberliegenden Frisör die Haare schneiden. Günter hat viel Spaß, alles mit seinem I-Phone festzuhalten. Zum Schluss laufen wir noch „meilenweit“ zu dem empfohlenen Freitags-Event mit landestypischer Lifemusik im Garten eines Hotels. Ist ganz nett, aber irgendwann haben wir genug.

Es ist sehr dunkel, als wir beim Dinghi ankommen. Die Wellen kommen uns etwas höher vor, aber wir müssen zurück. Wir bringen das Dinghi in Position und ziehen es ans Wasser. Die erste Welle, die entgegenkommt füllt das kleine Boot zu einem Drittel. Es kostet viel Zeit und Mühe den Kahn wieder schwimmfähig zu machen. Wir starten beherzt zum zweiten Versuch. Diesmal schaffen wir es aufs Wasser, ich komme mit nasser Hose an Bord, aber Günter steht in der nächsten Welle bis zur Hüfte im Wasser, bevor er sich über den Bootsrand rollt. Wir starten der Außenborder und sind unterwegs.

Auf Lucky waschen wir das Salz aus Kleidung und Rucksack, das Brot und die Tomaten waren durch Plastiktüten geschützt. Mein Handy war in der wasserdichten Hülle, die ich zum Abschied bekommen habe (Danke! Birgit, Laura, Lea). Günters I-Phone ist spritzwassergeschütz, aber Salzwasser?

Nach ein paar Nudeln gehen wir erst mal schlafen.

 

Samstag, 10.03.2018

09:00 Wir fahren zurück zu dem Ankerplatz im Süden, weil wir hier sicher anlanden können.20180310_155150 Günters I-Phone lässt sich nicht mehr bedienen, wir legen es in eine Dose mit Reis. Nach dem Frühstück setzen wir über und laufen ca. 4 km zu einem Fahrradverleih. 20,00 US$ pro Rad für die verbleibenden 4 Stunden bis zum Ladenschluss sind uns aber dann doch zu teuer, also gehen wir zu Fuß weiter nach Cockburn Town.

Hier drehen wir noch eine große Runde und gelangen danach auf gleichem Weg zurück. Heute sind wir bestimmt 12 km gelaufen.

Das I-Phone geht immer noch nicht. Wir kochen den Reis zum Abendessen. Dazu gibt es Ratatouille aus der Dose.

 

Sonntag, 11.03.2018

Heute Nacht hatten wir viel Wind am Ankerplatz, aber nah unter Land lagen wir einigermaßen geschützt. Das i-Phone bleibt tot. Schade um die Bilder und die wichtigen Sachen natürlich. Die Wetterfrösche versprechen uns einen Wechsel zwischen Starkwind und Flaute. Das macht die Planung schwierig. Wir brauchen Wasser und Diesel. Zur nächsten Marina sind es 70 nm, von dort 80 bis zur ersten Insel der Bahamas. De Turks müssen wir bis Freitag Morgen verlassen. Im Moment bläst es uns kräftig um die Ohren.

Hinterlasse einen Kommentar