Providenciales

Sonntag, 11.03.2018

Wir entscheiden uns, lieber bei starkem Wind zu segeln, als bei Flaute unter Motor zu fahren. Folglich  ziehen wir um 14:30 den Anker hoch. Wir überqueren die Turks Island Passage in südwestlicher Richtung. Die von Süden kommenden Wellen sind kaum zwei Meter hoch, stören kaum. Da wir hoch am Wind segeln, sind wir trotz seiner Stärke enttäuschend langsam unterwegs, aber es ist eine angenehme Reise. Um 21:00 kommen wir bei dem Plateau der westlichen Turks and Caicos an. Der Wind hat sich bereits auf 15 kn abgeschwächt. Die See ist ruhig geworden. Das Plateau passieren wir südlich. Ab 23:30 muss der Motor schon wieder helfen.

Montag, 12.03.2018

Gegen 08:00 drehen wir nach Nord und fahren in das klare Wasser der Caicos Bank. Für eine Stunde stellt sich wieder etwas Wind ein und wir segeln über dem hellen Sandgrund. Das Wasser ist jetzt drei bis fünf Meter tief und leuchtet türkis. 11:30 erreichen wir die sehr flache Einfahrt zur South Side Marina. Trotz der knappen Kartentiefen habe ich keine Bedenken, war ich doch schon 2014 hier. Leider reicht die Tiefe diesmal nicht aus. Wir bleiben kurz vor der Einfahrt stecken, kommen aber wieder frei und treten den Rückzug an.  Der Tidenhub beträgt hier zwar nur 0,5 m, doch es ist gerade Niedrigwasser. Wir ankern bei 2,4 m Tiefe und warten auf Hochwasser. Um 15:30 gelingt die Einfahrt dann ohne Grundberührung.

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Blick von Bob’s Bar auf seine Marina

Nach dem Festmachen und Wassertanken wandern wir zum 3 km entfernten Geschäftszentrum, bestehend aus einem großen Supermarkt und kleinen Geschäften. Hier gibt es einen Laden der I-Phones repariert und Digicel, die vielleicht welche verkaufen. Leider ist außer dem Supermarkt alles geschlossen, obwohl wir innerhalb der angeschlagenen Öffnungszeiten sind ??.  Wir kaufen noch fürs Abendessen ein und wandern zurück. 20180312_181647Über der Marina thront Bob’s Bar. 20180312_183833Hier trinken wir ein Bier und erfahren, dass heute Feiertag ist. Dann geht’s zum Kochen an Bord. Mit einsetzender Dämmerung werden wir zum ersten Mal von Mücken belästigt. Nicht schön 😦   Zum Schlafen hänge ich mein Moskitonetz übers Bett.

Dienstag, 13.03.2018

Günter zieht kurz vor 09:00 los, sein I-Phone zu retten oder zu ersetzen. Ich habe an Bord zu tun. Kurz nach 10:00 ist Günter zurück. Er hat das Telefon in einer Werkstatt abgegeben. Der Inhaber versucht, das Gerät in den nächsten zwei Stunden zu reparieren. In der Zwischenzeit soll uns ein Freund von ihm per Auto die Insel zeigen. Ich steige freudig zu den Beiden in den Wagen und Jerry fährt los. Wir stellen fest, dass es auch hier nichts Gewachsenes gibt. Kleine Geschäftszentren und große Hotelresorts. Die größten liegen an der Grace Bay, welche regelmäßig zu einem der schönsten Strände der Welt gewählt wird.

12 Meilen Sandstrand geschützt durch ein vorgelagertes Riff. Traumhaft (für Strandliebhaber). An einer anderen Küste gibt es einen Strand für Kite-Surfer. Hier kann man einen halben Kilometer ins flache Wasser laufen ohne schwimmen zu müssen. Zum Schluss setzen die Beiden mich am Supermarkt ab und ich kaufe Kleinigkeiten ein. Dann mache ich mich auf den Weg zur Marina. Auf halbe Strecke hält neben mir ein Wagen mit leicht quietschenden Reifen. Es ist Bob, der Marina Besitzer, den wir am Vorabend an der Bar kennengelernt haben. Bei dem herrschenden Sonnenschein kommt mir die Mitfahrgelegenheit sehr gelegen. Um 14:15 ist auch Günter mit guter Laune zurück. Sein Handy wurde zu einem günstigen Preis wiederbelebt. Jetzt kann ich sogar die Bilder vom Frisör einfügen. Morgen werden wir die Marina mit vollen Tanks verlassen.

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