Mittwoch, 21.03.2018
Um 05:30 gehen wir Anker auf. Bevor der Wind Morgen auf Nord dreht, wollen wir heute nach Rum Cay segeln. Es ist zwar noch stockdunkel, aber schon während wir diese traumhaft schöne Bucht verlassen rollen wir das Vorsegel aus und schalten den Motor ab. Eine Stunde später wird es langsam hell, um 08:20 tauschen wir de Genua gegen den größeren Gennaker aus. So segeln wir über ruhige See unserem Ziel entgegen.
Um 14:35 fällt der Anker im klaren Wasser vor Port Nelson. Ich fahre nachmittags zum Anleger, von dem allerdings nur noch die Holzpfeiler stehen, also lande ich auf dem Strand.
Ein neuer Pier ist im Bau.
Mein Spaziergang führt mich zur „Marina“, die von Stürmen zerstört wurde.
Unterwegs laufe ich versehentlich in eine idyllische, kleine Farm.
Donnerstag, 22.03.2018
Heute fährt Günter mit zur Inseln. Er möchte sich nicht zu viel zumuten, deshalb ziehen wir unabhängig voneinander los. Rum Cay misst knapp 16 x 9 km und hat 65 Einwohner.
Die Häuser in Port Nelson liegen einzeln, verstreut an den wenigen Straßen.
Auf meiner kleinen Wanderung durch den Ort sehe ich zwei Kirchen,
Kays Bar und Restaurant mit Lebensmittelverkauf, das Ocean View Restaurant mit Bar und einen „One Stop Shop“.
Es ist so ruhig hier, wirkt absolut friedlich.
Was die Idylle etwas trübt, sind die verrosten Baumaschinen, die überall herum stehen. Überhaupt steht vor fast jedem Haus ein schrottreifes Fahrzeug. Der schönste Schrottplatz der Welt.
Vor Kays Bar und Restaurant treffe ich Anna, Günter und Reinhard.
In den örtlichen Lokalen nehmen wir ein paar Drinks zusammen, zu ausgesprochen moderaten Preisen.
Da heute das Postschiff gelandet ist, können wir uns sogar mit frischem Obst versorgen