Golfstrom

Donnerstag, 26.04.2018

12:30     Wir haben in der West End Marina auf Grand Bahama Island ausklariert und den Dieseltank aufgefüllt. Jetzt geht es Richtung USA weiter. Ich habe mir eine Karte des Golfstroms mit Richtung und  Stärke entlang der amerikanischen Küste angesehen, es allerdings versäumt, einen Screenshot zu speichern. Den Scheitelpunkt vor Georgia habe ich mir mit N 31° 00,000‘ und W 080° 00,000‘ gemerkt.

Wir segeln also bei gleichmäßigem Wind in nordwestlicher Richtung, bis fast zum 80. Längengrad, dabei werden wir nach und nach bereits von der Strömung nördlicher versetzt. Hier die Kurs- und Geschwindigkeitsentwicklung des ersten Tages:

15:30     300°         4,5 Kn

19:00     300°         5,8 Kn

20:00     310°         8,0 Kn

21:10     317°        8,5 Kn

22:10     340°       10,0 Kn

23:15     357°       10,5 Kn

23:30     358°       11,4 Kn

 

Freitag, 27.04.2018

06:00     Ruppige See      358°       9,0 Kn

07:00     Wir sind jetzt ungefähr in Höhe Canaveral

10:00                                    359°       10,0 Kn

13:00     Der Wind wird schwächer.          000°   6,0 Kn

14:00     Wir starten den Motor zur Unterstützung

15:15     Auf Höhe von St. Augustine bergen wir die Segel und motoren den Rest des Tages.20180427_195223Im Laufe des Abends ändere ich den Kurs in kleinen Schritten östlich. Wir nähern uns dem Scheitelpunkt vor Georgia

 

Samstag, 28.04.2018

00:30     Wir motoren immer noch.

01:00     Lassen den Scheitelpunkt 13 nm an Backbord liegen.

03:15     Segeln unter Genua. Dank Golfstrom mit 8,5 Kn.

05:15     Der Wind dreht. Segel geborgen. Weiter mit Maschine.

07:00     5,5 – 6,5 Kn

10:00     5,5 – 6,0 Kn        Leichter Gegenwind

10:20     5,0 Kn                 Offensichtlich haben wir den Golfstrom verloren.

13:00     4,8 Kn

14:15     Der Wind dreht, wir setzen die Segel, bringt aber kaum Geschwindigkeit. Unter diesen Voraussetzungen haben wir die Hoffnung aufgegeben Morehead City bei Beaufort zu erreichen, bevor stärkerer Gegenwind einsetzt. Wir steuern jetzt Cape Fear an, um Morgen in Willmington einzuklarieren.

18:00     Großsegel geborgen.

20:15     Motor aus. Segel unter Genua mit knapp 5,0 Kn.

22:20     023°       4,7 Kn

 

Sonntag, 29. April 2018

01:15     23°         5,2 Kn

06:15     Der Wind frischt auf, dreht aber auf Nord, da müssen wir jetzt hin. Wir bergen die Genua und starten den Motor.

08:45     Lucky stampft gegen Wind und Tide 2,0 Kn. Voraussichtliche Einfahrt bei Cape Fear 17:00

13:20     Einfahrt Cape Fear River. Ging dann doch schneller als erwartet, weil es etwas ruhiger wurde und wir die Motordrehzahl erhöht haben. Ich habe inzwischen mit der Zoll- und Einwanderungsbehörde telefoniert und unsere Ankunft avisiert. Der Beamte hat vorgeschlagen, dass wir dem Intracoastel Waterway Richtung Norden folgen sollen. Wir werden ihn dann in Wrightsville Beach, Willmington zum Einklarieren treffen. Erschrocken stelle ich nach dem Ende des Gesprächs fest, dass es bis zum Treffpunkt noch über 22 Nm sind. Hier im Fluss stehen uns allerdings wieder 3 Kn Ebbstrom entgegen, wir kommen also nur 3,5 Kn über Grund vorwärts. Es könnte Abend werden bis wir dort sind.

17:20     Der Gegenstrom hat nachgelassen wir fahren 6,5 Kn über Grund.

19:20     Wir machen an der Tankstelle des Seapath Yacht Clubs, Wrightville fest. Ich habe dem Officer der Einwanderungsbehörde unser Eintreffen angekündigt, nachdem ich am Telefon 15 Minuten lang seine Fragen beantwortet hatte. Er erscheint eine Viertelstunde später in der Marina. An Bord füllen Günter und ich zwei kleine Formulare für den Zoll aus, der Beamte stempelt unsere Pässe, und das war es auch schon. Wir sind legal in die USA eingereist.

Seit George Town, Exuma waren wir 5 Tage und 22 Stunden unterwegs und haben 812 Nm zurückgelegt.20180429_194727Von der Marina haben wir niemanden zu Gesicht bekommen. Nach dem Abendessen machen wir die Leinen wieder los und ankern 300 Meter entfernt im flachen Wasser vor sehr schönen alten Gebäuden. Morgen früh werden wir uns nach dem Tanken um einen Platz in der Marine bemühen. Wir müssen das Schiff entsalzen, Wäsche waschen und einkaufen.

Bye, bye Bahamas

Montag, 23.04.2018

Günter landet um kurz nach 12:00 auf George Town International Airport und fährt mit dem Taxi zum Dinghisteg hinter dem Supermarkt.  Dort hole ich ihn ab. Wir zapfen noch ein paar Kanister Wasser und setzen zur Lucky über. Mit dem Schiff segeln wir zum Ankerplatz unter dem Monument von Stocking Island, wo ich auch die letzten Tage gelegen habe.

Wir besprechen die Wettersituation und beschließen, trotz schwacher Windaussichten sobald wie möglich aufzubrechen. New York ruft.

Natürlich wollen wir uns vorher von den supernetten Freunden verabschieden, die auch hier vor Anker liegen, und so ist es 21:20 als unsere Fahrt beginnt. Nur mit der Genua segeln wir durch die Nacht. Wir wollen Bimini binnen zwei Tagen erreichen und dort ausklarieren.

 

Dienstag, 24.04.2018

Mit Wind von achtern kommen wir bei ruhiger See gut voran. Morgens wird der Wind schwächer, wir langsamer (3,5 kn). Um 10:30 fahren wir bei Hochwasser durch den Cut südlich von Cambridge Cay vom Exuma Sound auf die Exuma Bank. Der Wind wird immer schwächer. Wir probieren verschiedene Besegelungen aus, und ab und zu muss auch der Motor helfen.

Um 19:10 nähert sich ein Marineschiff. Wenig später kommt von dort ein Schlauchboot mit vierköpfiger Besatzung zur Lucky. Ein Beamter und seine bildhübsche Kollegin kommen an Bord, stellen ein paar Fragen zu unserer Reise und überprüfen unsere Papiere. Sie füllt ein Formular aus. Er schaut sich flüchtig unter Deck um. Nein, wir sind keine Drogenschmuggler, dürfen weiterfahren.  Gute Reise.

Um 20:30 stellt sich wieder leichter, gleichmäßiger Segelwind ein.

 

Mittwoch, 25.04.2018

02:00 wir segeln immer noch.

04:15 Wieder nähert sich ein Schiff der Marine, und wieder kommen vier Mann im Schlauchboot längsseits. P1080026Nach Vorlage des Protokolls vom ersten Besuch, nehmen die Herren diesmal Abstand von einem Besuch auf der Lucky und kehren zum Mutterschiff zurück.

Nach 05:00  muss wiederholt der Motor helfen um Lucky in Fahrt zu halten

7:00 Wir passieren das Süd-West Ende von New Providence, Goulding Cay.

08:00 Besuch von einem Gewitter mit starkem Regen, danach Flaute.P1080029

Wir machen noch ein paar Segelversuche, aber nach 13:20 läuft die Maschine erst mal durch. Unser Ziel haben wir geändert, wir  wollen jetzt nach dem Überqueren der Tongue of the Ocean, westlich des North-West-Shoal, direkt auf Grand Bahama Island (330°) zuhalten und Morgen dort ausklarieren. Den Wendepunkt erreichen wir um 15:50,  hier sind es noch 84 nm bis zu unserem Etappenziel auf Grand Bahama Island. Der Plotter errechnet eine voraussichtliche Ankunftszeit (ETA) von  08:30.

Der Wind kehrt nicht zurück, wir motoren in die Nacht.20180425_193439

 

Donnerstag, 26.04.2018

Es muss wohl am Tidenstrom liegen, dass wir im Laufe der Nacht immer langsamer werden. Macht nichts, kommen wir eben später an.

05:40 Der Wind kommt zurück, wir setzen die Segel. Lange habe wir keine Freude daran, bereits ab 08:00 läuft der Diesel wieder, diesmal passt die Windrichtung nicht mehr. Letztendlich kommen wir um 12:15 an der Tankstelle der West End Marina auf Grand Bahama Island an. Wir füllen unseren Dieseltank voll, und während Günter bezahlt klariere ich im Customs Office aus.

Um 12:30 sind wir schon wieder unterwegs. Bye, bye Bahamas.

Nächster Halt: USA.

Zurück nach George Town

Sonntag, 15.04.2018

Auch heute nehme ich es wieder mit dem Wind auf. Ich starte um 07:15 und lasse den Anker um 16.15 vor einem kleinen Strand südlich von Rock Sound fallen. Ich hatte sehr viel Wind, dem ich mit zweifach gerefftem Großsegel und kleiner Fock begegnet bin. Lucky ist prima gelaufen. Aus einer Strecke von ca. 15 nm wurden gesegelt 42.  Damit habe ich das südliche Ende von Eleuthera erreicht. Morgen mache ich den Schlag zurück zu den Exumas.

Montag, 16.04.2018

07:15 geht es los. Vor mir liegen 39 nm nach Highborne Cay, wenn alles glatt läuft.

Läuft es aber nicht. Kaum habe ich die Sandbänke von Eleuthera hinter mir gelassen und den Exuma Sound erreicht, dreht der Wind von Süd auf West. Da wollte ich eigentlich hin. Da es gleichzeitig lebhaft auffrischt, reffe ich die Segel und fahre nach Süd.

Um 11:00 öffnen sich die himmlischen Schleusen zum Wolkenbruch. Ich gehe unter Deck, es ist weit und breit kein anderes Schiff zu sehen.

11:50 es ist wieder trocken. Sehr schwacher Wind aus Süd-West, ich reffe aus und schleiche nach Süd-Ost.

13:00     Die Bewölkung lockert auf, ab und zu zeigt sich die Sonne.

14:20     Die nächste Attacke. Dunkle Wolken, Reffen, Böen, Regen . . . Winddrehung.

14:35     Kurs  Süd-West. Highborn Cay kann ich nicht mehr erreichen. Ich, bzw. der Wind ändert das Ziel auf das südlicher gelegene und weiter entfernte Halls Pond Cay. Die Einfahrt in die Exuma-Kette ist westlich dieser Insel sehr breit und kann auch bei Nacht angefahren werden. Ankerplätze finden sich direkt dahinter.

Der Wind wird nochmal sehr schwach, ich reffe aus. Im Laufe des Nachmittags gibt es ein paar Tropfen Regen, aber ab 17:00 segele ich bei gleichmäßigem Wind auf mein Ziel zu.

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Versöhnlicher Tagesausklang

20:00     Ich habe die Einfahrt (Cut) erreicht. Es ist bereits dunkel, ich steuere ausschließlich nach der elektronischen Seekarte.

20:45     Ich ankere östlich der winzigen Insel Sandy Cay, 24° 20,265‘ N, 076° 35,492‘ W

Gute Nacht!

 

Dienstag, 17.04.2018

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Eines von vielen „Sandy Cays“

Es ist etwas kühler geworden, als ich um 07:30 den Anker aus dem Sand ziehe und die Genua ausrolle. Ein schöner gleichmäßiger Wind aus dem nördlichen Quadranten schiebt mich zum 19 nm entfernten Black Point. Unterwegs ist es durchweg sonnig und warm. Um 12:30 komme ich an.

Nachmittags fülle ich den Wassertank mit Kanistern auf, die ich bei der Zapfstelle befülle.

 

Mittwoch, 18.04.2018

Nach George Town sind es von hier aus 52 nm. Die Tide passt heute an den relevanten Stellen, und wenn der Wind mich unterstützt, sollte das an einem Tag zu schaffen sein. Wenn nicht, suche ich mir unterwegs einen schönen Platz für die Nacht.P1080017

Um 06:25 ziehe ich den Anker hoch und rolle die Genua aus. Eine Viertelstunde später steht auch das Groß, ich segele gemütlich an der Leeküste der Exumas entlang.

Um 09:50 quere ich die Inselkette durch den Farmers Cay Cut und setze die Reise auf der Luv- also der Ostseite der Inseln fort. Hoch am stabilen Ostwind (15-20 kn) macht Lucky meist zwischen fünf und sechs kn. Dabei scheint die Sonne, das Meer ist relativ ruhig. Kurz, Champagnersegeln.

Ich kann mein Glück kaum fassen, der Wind steht durch. Am Nachmittag muss ich sogar die Segel etwas reffen, aber es bleibt angenehm.

Um 17:10 erreiche ich unter Segeln die Stelle, von der ich am 29.03. losgesegelt bin, Stocking Harbour, gegenüber Georgetown. Das war eine schöne Reise durch die Bahamas, und ich habe wieder nur einen ganz kleinen Teil des Inselstaates gesehen.P1080021

Ich freue mich, dass mein reparierter Mitsegler am Montag (23.04.) wieder an Bord kommt.

Governors Harbour

Samstag, 14.04.2018

Das heutige Tagesziel liegt nur 5,7 nm entfernt, aber wieder genau im Wind.  Ich breche um 07:45 auf, um zeitig dort zu sein. Mein Anker fällt um 10:45 nach 14 gesegelten Meilen. 14APR18_1636_00a

Hier liegt bereits die Worlddancer, Balou kommt gegen 14:00 an.

Ein freundlicher Amerikaner hat mir in der tollen Wäscherei in Black Point erzählt, dass der „weltbeste“ Waschsalon in Governors Harbour auf Eleuthera steht. Ich packe Wäsche und Müll ins Dinghi und fahre an den flachen Strand. Den Müll werde ich sofort los, zur Laundry muss ich ein Stück laufen. Der Segler hat nicht übertrieben, ich finde eine blitzsaubere Einrichtung mit neuwertigen Maschinen.

Freundliche Damen stehen mit dem passenden Münzgeld bereit, es gibt sogar einen Tisch zum Zusammenlegen der Wäsche. Alles in Allem bin ich nach einer guten Stunde fertig.

Ich habe Appetit, deshalb kommt mir Sterlings Conch-Salat-Stand gerade recht. Ich bestelle mir eine Portion, und Sterling bereitet vor meinen Augen alles frisch zu. Zwiebel, Paprika, Tomate werden gehackt. Sogar die Riesenschnecke holt er aus einem Wasserbecken, zieht sie aus der Schale, entfernt was nicht in den Salat gehört und schneidet den Rest in kleine Stücke. Alles wird vermengt und gewürzt und anschließende in eine Plastikschale getürmt. Jetzt presst er noch den Saft einer Limette und etwas Orangensaft darüber.

Das Ergebnis schmeckt frisch, scharf, köstlich und macht bestimmt nicht dick.

Ich kaufe noch Eier im Lebensmittelmarkt und gehe zum Strand zurück.

Die Ebbe hat den Wasserstand fallen lassen, die Dinghis liegen auf dem Trocknen. Nicht weiter schlimm, ich ziehe mein Beiboot zwei Meter bis ins Wasser. Jetzt schwimmt es zwar, aber ich muss noch 50 m schieben, bis die Tiefe ausreicht, um den Außenborder abzuklappen. An Bord der Lucky stelle ich die Wäsche ab, dann fahre ich weiter zur Worlddancer. Es macht Spaß wieder mit Heike und Herwig zu plaudern.

Zurück auf die Westseite von Eleuthera

Donnerstag, 12.04.2018

Mit der Gewissheit, die Gezeiten diesmal passend anzutreffen, ziehe ich um 09:00 den Anker an Bord. Wie bestellt hat der Wind über Nacht auf Nord-Ost gedreht. Das bedeutet zwar, dass ich mit zwei Kreuzschlägen starte, aber auf der Fahrt zwischen Strand und Korallen habe ich ihn von achtern.

So läuft denn auch die Rückfahrt ebenso entspannt wie die Hinreise. Um 11:45 passiere ich Gun Point. P1070961Vor Spanish Wells wird es nochmal sehr flach, das Echolot zeigt 1,70 als niedrigsten Wert. Der Wind ist schwach, und durch die einlaufende Flut wäre eine Berührung des Sandes kein Beinbruch gewesen, aber es passt. Jetzt folgt die lange gerade zum Current Cut. Bei sehr ruhiger See habe ich 2 ½ Stunden Zeit zum Frühstücken und  Telefonieren. Den Cut erreiche  ich um 14:40, die Flut läuft mit. Trotzdem muss ich für die Passage den Diesel starten. Der Wind bläst mir genau entgegen und die Durchfahrt ist zu schmal um unter Genua aufzukreuzen.

Auf der anderen Seite angekommen ist es mit der Ruhe vorbei. Ich habe 20 kn Gegenwind. Außerdem schwappt mir eine kurze Welle entgegen. Geduldig segele ich Schlag um Schlag meinem Ziel entgegen, aber das verlängert die Strecke natürlich erheblich. Es ist bereits dunkel, als ich um 20:00 meinen Anker bei Annie Bight, nahe Gregory Town fallen lasse.

 

Freitag, 13.04.2018

Auch heute habe ich den Wind wieder von vorn. Er ist etwas schwächer als gestern, und durch den Schutz der Insel Eleuthera gibt es kaum Welle. Um 07:45 segele ich los. Nach sechs Kreuzschlägen erreiche im um 11:10 die Einfahrt zu der Lagune von Alice Town.

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Vor dem winzigen Ort gehe ich vor Anker. Ich brauche Guthaben für meine Telefonkarte. Das bekomme ich in einem kleinen Laden, in dem ich auch gleich ein paar Lebensmittel einkaufe.

Um 12:35 bin ich schon wieder unterwegs. Mit elf Schlägen erreiche ich den Ankerplatz am Alabaster Bluff um 18:35. Heute bin ich 38,5 nm gesegelt. Die Entfernung zwischen den Ankerplätzen Annie Bight und Alabaster Bluff beträgt 15,5 nm.

Spanish Wells und Harbour Island

Dienstag, 10.04.2018

08:10   Anker auf, Segel raus. Ich fahre 9 nm fast geradeaus nach Spanish Wells. Dort gehe ich um 11:24 vor Anker. Am frühen Nachmittag setze ich mit dem Dinghi über und schaue mir den Ort an. Auch diese Siedlung ist klein, wirkt aber auf den ersten Blick schon freundlich. Saubere Straßen werden von blühenden Büschen gesäumt.

Die Häuser sind durchweg bunt gestrichen und die meisten Gärten sehen gepflegt aus.

Viele Menschen sind hier mit Golf-Karts unterwegs und jeder grüßt mich beim Vorbeifahren, zweimal werde ich sogar gefragt, ob ich ein Stück mitgenommen werden möchte. Ich laufe lieber, weil ich an Bord viel zu wenig Bewegung habe. Ich finde einen Supermarkt, der seinen Namen verdient. P1070868In dem herrlich gekühlten Laden schaue ich mir das umfangreiche Sortiment ganz genau an, denn draußen ist es heute sehr warm und schwül.

Nach dem Einkauf setze ich meinen Rundgang fort und finde auch noch eine Autowerkstatt mit Laden, wo ich Öl für unseren fälligen Wechsel bekomme.

 

Mittwoch, 11.04.2018

Heute soll es nach Harbour Island gehen. Der Weg dorthin ist zwar nur 11 nm lang, führt aber größtenteils zwischen Korallenbänken oder anderen Untiefen durch. Desweiteren könnte der Gezeitenstrom eine Rolle spielen. Die Aussage von André, er habe gelesen, dass man diese Reise nur mit einem ortskundigen Führer machen sollte, hat mich zwar verunsichert, aber diese Empfehlung kommt sicher noch aus der Zeit vor dem Kartenplotter. Im Internet besorge ich mir die Tidenzeiten.

Um 07:50 geht es los. Ich will mit der Flut im Rücken segeln und Harbour Island gegen 11:00 bei Hochwasser erreichen. Der Wind passt, ich fahre unter Genua mit achterlichem Wind. Eigentlich müsste mir die Flut auf der ersten Meile entgegenlaufen, aber ich spüre keine Strömung. Allerdings auch nicht, nachdem ich schon zielgerichtet abgebogen bin und eigentlich beschleunigt werden sollte. Macht nichts, der Wind ist heute etwas frischer und mit kleinem Vorsegel mache ich 3,5 kn durch das breite, nicht markierte Fahrwasser. An einer Stelle wird es mal sehr schmal, aber Dank der wirklich guten Garmin Karte im Plotter, gelingt die Durchfahrt bei gleichmäßigem Wind und ohne Stromversatz problemlos. Etwas später werde ich tatsächlich von einer unter Motor fahrenden Oceanis 461 überholt. Im Schlepp: Das Motorboot des ortskundigen Taxifahrers. Auf den letzten drei Meilen habe ich den Wind dann doch genau auf der Nase, aber das nutzbare Fahrwasser ist hier breit und ich habe Zeit. Nach acht Kreuzschlägen bin ich um 11:30 am Ziel.

Nach einem kleinen Frühstück fahre ich an Land. Auch hier bewegen sich die Leute überwiegend mit Golf-Carts.

Ich komme beim Tourismus Büro vorbei und erkundige mich nach den genauen Zeiten für Hoch- und Niedrigwasser von heute, denn an den Landungsstegen konnte ich deutlich sehen, dass die Flut weit weg von ihrem Höchststand war, mit dem ich hier ankommen wollte. Die bildhübsche Angestellte bestätigt meinen Verdacht: 11:44 war Niedrigwasser, jetzt steigt es wieder. Ich bin statt mit der Flut, gegen die Ebbe gefahren und ziemlich genau bei Niedrig- statt bei Hochwasser angekommen. Läuft doch. Jedenfalls weiß ich jetzt, dass es sich nicht um außergewöhnlich hohe Stromgeschwindigkeiten handelt.

Harbour Island ist auch hübsch. Bunte Häuser mit blühenden Hecken.

Es fehlt der große Supermarkt, aber ich finde schöne Restaurants und kleine Geschäfte.

Essen zum mitnehmen wird vielerorts angeboten.

Als ich zurück an Bord bin läuft wieder eine große Segelyacht mit Taxiboot im Schlepp ein.

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Was der wohl hier im knöcheltiefen Wasser angelt

 

Ankern im Nirgendwo und Ankunft auf Eleuthera

Sonntag, 08.04.2018

Um 06:52 geht es wieder los. Heute möchte ich Current Island erreichen. Nur durch den ca. 100 Meter breiten Current Cut getrennt, verlängert die schmale Insel den nördlichen Teil von Eleuthera nach Süd-Westen. Screenshot_20180409-210007Der Wind soll nach Richtung und Stärke passen, allerdings am späten Nachmittag schwach werden. Um 09:00 errechnet der Plotter noch, dass ich die 39 nm vor 19:00 bewältigt haben werde, aber eine Stunde später lässt der Wind nach. Meine Geschwindigkeit fällt unter drei Knoten, obwohl ich Großsegel und Genua gesetzt habe. Da ich keine Lust habe die letzten Stunden des Tages unter Motor zu fahren, ändere ich einfach das Ziel. Ich nehme Kurs auf ein paar Felsen in 10 nm Entfernung, zwischen denen sich eine flache Sandbucht zum Ankern anbietet. Die Gegend nennt sich Sail Rocks und ist quasi das nördliche Ende der Exuma-Kette. Das Großsegel wird geborgen, denn jetzt werde ich auch ganz langsam gegen Mittag ankommen.

Um 12:15 fällt mein Anker an der geplanten Stelle bei 2,7 m Tiefe. Das Wasser ist  sehr hell durch Sonne und Sand, der Tag noch jung. Eine gute Gelegenheit sich ans Unterwasserschiff zu machen. Ich probiere verschiedene Methoden für die Reinigung aus und bekomme letztendlich einen schönen Teil geschafft. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut, es wird noch weitere, schöne Strände zum Arbeiten geben. Jetzt gibt es erst mal von dem leckeren Brot, das ich unterwegs gebacken habe.

Lucky bleibt auch für die Nacht das einzige Schiff an diesem entlegenen Ankerplatz. Von hier aus sind es Morgen nur noch 30 nm bis Eleuthera.

 

Montag, 09.04.2018

07:30     Ich segel direkt vom Ankerplatz los. Eine schwache Brise schiebt uns über das ruhige Wasser, aber heute reichen ja 3–3,5 kn, um nachmittags am Ziel zu sein. Von kleinen Kursänderungen abgesehen, fahre ich die nächsten acht Stunden in die gleiche Richtung. Diese Zeit widme ich der defekten Aufhängung des Gasherdes. Die Welle der Linken Aufhängung ist gebrochen. Beim Versuch den Herd aus seiner Nische zu heben bricht die rechte Seite auch. Da sich einige Schrauben beim besten Willen nicht lösen lassen, muss ich improvisieren um das Gerät zuerst oben zu öffnen und dann auszubauen.P1070817 Ich stelle fest, dass sich die Wellen im Lauf von 20 Jahre einfach in ihren Drehpunkten durch geschliffen haben und jetzt fast zeitgleich abgebrochen sind. Nach dem Ausbohren der Wellenstümpfe gelingt es mir den Ofen mit Schrauben aus dem Bordsortiment dauerhaft zu reparieren. Nach drei Stunden schaukelt er wieder in seiner Nische. Ich bin stolz auf mich.

Um 15:30 komme ich beim Current Cut an. Da ich bei einem so engen Durchstich mit starken Tidenströmungen rechne, habe ich in der letzten Stunde im Internet recherchiert.

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Er liegt in der Strömung vor Anker und fischt mit Schleppnetzen.

Um keinen Gegenstrom zu haben sollte man mit der Durchfahrt nach Westen bis 2 ½ Stunden nach Hochwasser in Naussau warten. Passt ja wiedermal super. Nassau Hochwasser ist um 16:00. Bevor ich  mich jetzt östlich der Einfahrt vor Anker lege und drei Stunden warte, schwenke ich einfach in die Durchfahrt ein. Mal sehen was passiert, umdrehen kann ich immer noch.

Die Strömung ist deutlich spürbar, meine Geschwindigkeit fällt von 3,3 auf 2 kn, aber ich stehe erst am Anfang der 1.000 m langen Enge, und die schmalste Stelle kommt am Schluss. Um es kurz zu machen, es dauert eine Weile und am Ende verbleiben noch 0,7 kn Fahrt über Grund. Ich steuere geduldig und brauche den Motor nicht zur Hilfe zu nehmen. Danach drehe ich nach steuerbord und folge dem Sandstrand für eine halbe Meile. Hier ankere ich um 16:10 neben der Step by Step II, einem deutschen Katamaran.

Dem Bewegungsmangel entgegenzuwirken, fahre ich mit dem Dinghi an Land und laufe auf die andere Seite der hier schmal zulaufenden  Insel Eleuthera, nach Current Settlement.

Mir fällt auf, dass ich hier zum ersten Mal neben Palmen auch andere hochwachsende Bäume sehe, seit wir auf den Bahamas sind.

Neben vielen kleinen Häusern finden sich auch ein paar größere Villen im Ort, jede Menge steht zum Verkauf. Es gibt ein kleines Postamt und einen noch kleineren Universalladen.

Nach meiner Runde gehe ich zurück zum Strand und setze zur Lucky über. Ich bin ganz schön ins Schwitzen gekommen. Es ist etwas schwül heute. Um mich im Wasser abzukühlen schwimme ich zur Step by Step II, die etwa einhundert Meter entfernt liegt. Ich lerne Anja und André kennen und wir unterhalten uns ein paar Minuten. Natürlich gibt‘s wieder Informationen für meine Weiterreise. Zurück auf der Lucky spüle ich das Salzwasser ab und dusche mit Shampoo. Nach dem Abtrocknen wende ich mich wieder dem Heck zu, um das Dinghi in die Davids zu ziehen, das ich nur in einem Flaschenzug eingepickt hatte. Ich habe bestimmt ziemlich blöd geschaut, als ich das Beiboot nicht am Haken, sondern treibend ungefähr 30 m hinter Lucky erblickte. Also, wieder ins Salzwasser und den Ausreißer eingefangen. Der Bolzen eines Schäkels hatte sich gelockert, beide Teile lagen im Boot.

Wenn der Wind passt, fahre ich Morgen nach Spanish Wells.P1070851

Die Drachen von Allens Cay

Samstag, 07.04.2018

Zuerst die beste Nachricht: Günter ist erfolgreich operiert worden. Er wird am 22.04. in Düsseldorf abfliegen und am 23. in George Town wieder an Bord kommen, sofern der Flug nicht dem Verdi-Streik zum Opfer fällt.

Mein heutiges Ziel, Allens Cay (auch Allan’s Cay) eine winzige Insel, liegt weiter nördlich in der Exuma-Kette, ungefähr 30 nm entfernt. Meinem Revierführer entnehme ich, dass ausschließlich hier der bahamaische Felsenleguan lebt, eine geschützte Tierart, die ich mit der Kamera „jagen“ möchte.  Mit dem schwachen Wind, sollte das eine Tagesreise werden, wenn ich es überhaupt schaffe. Auf dem Weg gibt es aber dutzende von Ankerplätzen, die ich nutzen könnte, falls es nicht klappt.

Um 07:04 ziehe ich den Anker an Bord und rolle die Genua aus. Der Wind bringt Lucky erst mal auf gut  2,5 kn, das ist schon schneller als gestern und verspricht eine Ankunftszeit von kurz nach 19:00.

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12:00     Mit zunehmendem Wind steigt meine Geschwindigkeit auf jetzt 3,5 – 4 kn. Das Meer bleibt dabei ruhig, weil ich im Schutz der Inselkette fahre. ETA 17:00.

Der Wind hält durch und ich gehe um 16:53 östlich von Allens Cay vor Anker. Das Dinghi wird zu Wasser gelassen und ich setze zu der felsigen Inseln über. Das Anlanden an dem scharfkantigen, porösen Gestein ist nicht ganz leicht. Ich stolpere über den rauen Untergrund und durch niedriges Gestrüpp, kann aber, abgesehen von ein paar herrlich zwitschernden Vögeln, keine Tiere sehen. P1070781Ich klettere zurück in mein Beiboot und fahre ein Stück entlang der Küste nach Süden. In einer kleinen Sandbucht mache ich den zweiten Versuch, jedoch sehe ich auch hier keine Leguane.

Screenshot_20180408-004406 - KopieDie dritte Station ist die kleine, gegenüberliegende Robinsoninsel Leaf Cay mit großem Sandstrand.

Hier sonnen sich die kleinen Racker im warmen Sand.

Andere Menschen sind nicht hier. Die Tiere sind etwas scheu, aber dank Zoom-Objektiv komme ich zu meinen Bildern.

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Zum Sonnenuntergang bin ich wieder an Bord

Die Haie von Compass Cay

Freitag, 06.04.2018

Bei sehr schwachem Wind ziehe ich um 10:20 den Anker hoch und setze die Segel. Eigentlich wollte ich noch vor Staniel Cay ankern und einen kurzen Spaziergang machen, aber ich möchte weder motoren, noch gegen den leichten Windhauch aufkreuzen – das würde ewig dauern-. Also richte ich meinen Kurs nach NW. In der Marina von Compass Cay soll man mit Haien schwimmen können, hab‘ ich gelesen. Das möchte ich mir wenigstens mal ansehen.

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Unterwegs

Es wird eine sehr gemütliche Reise. Selten erreiche ich mehr als 2 kn Geschwindigkeit bei der Fahrt durch den „riesigen Swimming Pool“. Die flache Einfahrt zwischen den Sandbänken von Compass Cay mache ich dann doch unter Motor, weil sie sich teilweise gegen den Wind richtet. Um 14:40 werfe ich vor der kleinen Marina den Anker, lasse das Dinghi zu Wasser und fahre hinein. Das Marinabecken ist tief, leuchtet aber durch den weißen Sandgrund sehr hell in der Sonne. Hier liegen ein paar große Motoryachten, es gibt aber noch viel Platz. Ich steuere ins Zentrum, wo auf dem Steg ein kleiner Laden mit hübscher Terrasse steht und mache fest. Hier bin ich richtig. Es gibt einen seichten Zugang ins Wasser, wo sich zahlreiche „Bestien“ tummeln. Ein Einheimischer wirft ihnen laufend Fischstücke zu, um sie „bei der Stange zu halten“. Mittendrin räkelt sich eine attraktive Dame, während ihr Partner mittels der darüber schwebenden Drohne filmt.

Ich erkundige mich nach den „Baderegeln“ und erfahre, dass ich nach Zahlung von 10,00 $ einsteigen kann. Meine Kamera gebe ich einen Passanten, der das Treiben beobachtet und tauche ein.

Durch gezieltes Werfen des Futters lockt der Dompteur die Tiere immer in die Nähe der Badegäste, verbunden mit Kommentaren wie z. B.: „Oohh ya, here comes the big boy.“, oder der Warnung, den Mäulern nicht zu nahe zu kommen, da die Tiere das Futter einsaugen würden. Big Boy dürfe ungefähr meine Länge haben.P1070757b

Es handelt sich natürlich um harmlose Ammenhaie, die man ohne weiteres streicheln kann. Ich habe großen Spaß.

Um 16:00 bin ich zurück an Bord. Zu früh zum schlafen gehen, Anker auf! Weit komme ich aber heute nicht mehr. Den verbleibenden Windhauch habe ich überschätzt, es reicht nicht zum segeln. Ich fahre noch ein paar Meilen unter Motor bevor ich in der „Wasserwüste“ hinter White Bay Cay um 18:25 vor Anker gehe. Obwohl ich fast eine Meile von jeder Küste entfernt liege, ist das Wasser hier nur 2,3 Meter tief.

Staniel Cay

Donnerstag, 05.04.2018

Es ist windstill. Um 09:15 fahre ich unter Motor zur ca 8 nm entfernten „Schweinebucht“, an der Westküste von Big Majors Spot. Die hier wild lebenden Schweine sind berühmt, ein Touristenmagnet. Als ich um 11:00 in die große Bucht fahre, liegen dort ca. 15 sehr große Motor- und ebenso viele Segelyachten vor Anker. Zwischen den Booten ist viel Platz, es wirkt nicht voll. Ich fahre ganz durch und ankere strandnah. Am Strand sehe ich neben den Tieren auch jede Menge Menschen, die von einheimischen Unternehmern mit PS-starken Booten mit starken Musikanlagen hier abgesetzt werden. Die armen Schweine. P1070743Ich vertreibe mir die Zeit an Bord und warte bis sich der Trubel gelegt hat.

Um 14.15 habe ich die Idee, zwischenzeitlich schon mal in die Nachbarbucht zu fahren um die Thunderball Grotte zu besichtigen. Für das Schnorcheln in der Grotte wird stilles Niedrigwasser empfohlen, das soll heute nach 18:00 sein. So gesehen bin ich um 14:43 viel zu früh, aber  . . . mal sehen. Ich ankere, eigentlich zufällig, ungefähr 50 m vor dem Grotteneingang, den ich nicht erkennen kann. Noch näher am Eingang liegen zwei kleine Motorboote, und ich beobachte tatsächlich wie ein Paar mit Brillen und Schnorcheln unter die Felsen schwimmt und erst nach etlichen Minuten wieder erscheint. Ich mache mich fertig  und schwimme langsam in die Richtung. Mir fällt sofort auf, dass mich eine Strömung schiebt, deshalb kehre ich erst mal um, zu probieren ob ich dagegen anschwimmen kann. Es ist mühsam, aber fünf Meter hab ich geschafft. Also wieder Richtung Grotte. Dort hat gerade ein Einheimischer sein 1.000 PS Boot mit Gästen verankert. Ich schließe mich einfach der Gruppe an und schnorchel in die Höhle. Es gibt wirklich jede Menge große, bunte Fische zusehen.FHD0089 Das Fotografieren ist allerdings problematisch, weil die Strömung auch durch die Höhle fließt. Ich hab‘ alle Hände voll zu tun, übermäßigen Körperkontakt mit den anderen, zappelnden Gestalten zu vermeiden. Mein Besuch fällt entsprechend kurz aus, ich kämpfe mich zurück ins Freie. An den dicht über dem Wasser hängenden, scharfkantigen Felsen kann man sich gut festhalten, und draußen hat ein Betreuer eine Leine zum 1.000 PS Boot gespannt. Hier ist die Strömung viel stärker, als direkt bei meinem Schiff. Ich schaffe hier nicht mal die fünf Meter. Das Boot ist zur Abfahrt bereit und der große, sehr kräftige, schwarze  Fahrer bietet mir an, mich die 50 m mitzunehmen. Als ich zögere, ich dachte schon über die Kosten nach, beugt er sich über die Bordwand und  hält mir seine Pranke hin. Ich fasse zu, und er zieht mich mit einem Arm an Deck. Ich bin beeindruckt. Er bringt mich nah an Luckys Heck, ich bedanke mich und springe wieder ins Wasser. Nachdem ich auf meiner Badeplattform angekommen bin, verabschiedet sich die ganze Gruppe freundlich winkend.

Jetzt aber zurück zu den Schweinen. Um 16:22 habe ich meinen Ankerplatz vom Morgen wieder belegt. Am Strand ist jetzt deutlich weniger Betrieb. Um 18:00 ist nur noch ein Pärchen mit dem Dinghi dort und die Sonne gibt noch gutes Licht. Ich schneide einen Apfel in Stücke und setze über. Die meisten Tiere liegen schon im Sand und schlafen, aber dann zeigt sich doch Interesse für mich und mein Beiboot.

Ich verteile die erste Apfelstücke, das Interesse wächst. Um Fotos zu machen, stelle ich den Behälter mit den Apfelstücken ins Dinghi, und sofort steigt ein junger Held ein.

Die meisten Stücke bekommt am Schluss die große Sau, und als ich nach dem Füttern noch eine Nahaufnahme machen möchte, will sie auch die Kamera fressen.FHD0117