Samstag, 31.03.2017
Auch auf dieser reizenden Insel weiß man offensichtlich nicht wohin mit den alten Autos.
Abends Bordfernsehen
Ostersonntag, 01.04.2018
Anna und Reinhard holen mich um 10:00 zum Kirchgang ab.
Pünktlich um 10:30 betreten wir die gut klimatisierte St. Mary’s Union Baptist Church und der Gottesdienst beginnt. Ich bin etwas enttäuscht, über die sehr kleine Besucherzahl. Die Kirche ist ziemlich leer. Neben Frau Pastor tragen noch sechs bis acht weitere Frauen wirklich festliche, weiße Kleider, meist rote Hüte und elegante Schuhe.
Hochwürden begrüßt Gemeinde und Gäste. Wir Segler werden ebenso genannt wie zwei Gruppen aus Musha Cay und Nassau. Jeder darf sich kurz mit Namen und Herkunft persönlich vorstellen. Die Musik kommt vom Band und ist manchmal etwas laut, da hört man ein paar falsche Stimmen sicher nicht. Die schönsten Lieder kommen natürlich von dem Frauenchor, aber auch wir geben unser Bestes.
Frau Pastor hält eine feurige Predigt über die Auferstehung Christi mit dem Kernsatz: „He is alive. He lives in our hearts.“
Das Mikrofon hätte sie wirklich nicht gebraucht.
Im weiteren Verlauf werden die Anwesenden eingeladen, Morgen um 13:00 zu einem Picknick am Strand zu kommen.
Die Messe dauert mit 2 ½ Stunden etwas länger als wir erwartet haben, aber mir hat es sehr gefallen. Beim Verlassen der Kirche wird jeder von den schicken Damen umarmt und von Frau Pastor gesegnet.
Während Anna und Reinhard später ihre Reise fortsetzen, verlege ich meinen Ankerplatz auf die andere Seite der Insel. Hier liege ich wieder 2 Meter über strahlend weißem Sand, allerdings auch im Tidenstrom, sodass Lucky alle sechs Stunden die Zugrichtung auf den Anker ändert.
Meine Fürbitten galten natürlich vor allem meinem kranken Mitsegler, der auch heute wieder behandelt wird. Nachmittags kommt dann leider der schockierende Anruf von Günter: Alle Spritzen können nicht helfen. Der Bandscheibenvorfall muss operiert werden. Wann der Eingriff gemacht werden kann, und wie lange die Heilung incl. Reha dauert ist noch nicht abzusehen. Sicher ist, dass er nicht am 8. April nach Georgetown fliegen wird.

Ostermontag, 04.04.208
Um 12:30 setze zum schönen Dinghisteg im Zentrum der Insel über. Beim Festmachen taucht direkt neben mir eine große Wasserschildkröte auf, holt kurz Luft und taucht wieder unter mein Beiboot. Im gleichen, flachen Becker schweben ein Stück weiter Stachelrochen über den Grund.
Ich wandere zum Strand am Flughafen, wo das Picknick stattfindet. Die Vorbereitungen laufen gerade erst an. Ich bin der erste Gast, aber nach und nach kommen auch andere Segler und einige Einheimische mit kleinen Kindern an. Der flach abfallende feinsandige Strand ist ideal zum Baden.
Es gibt riesige Hot-Dogs (30 cm) mit den passenden Brötchen und jede Menge Hamburger mit Salat und allen dazugehörigen Soßen, sogar Frucht-Punsch und Wasser zum Trinken. Später backt noch jemand Conch-Fritters über einem Holzfeuer in heißem Öl. Jetzt bin ich aber wirklich satt. Zu der saftigen Schokoladencremetorte muss ich mich fast schon zwingen.
Dieses Picknick veranstaltet St. Mary‘s jeden Ostermontag, nach Geld fragt niemand. Natürlich bedanke ich mich mit einer kleinen Spende für die Kirche.
Die Serie „The Invaders“ lief in den späten 60er-Jahren unter dem Titel „Invasion von der Wega“
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Hallo mein Vereinsamter, schön, dass Günter morgen wieder bei dir ist.
Weiterhin viel Spaß und immer die bekannte Handbreit Wasser im Schiff. Stobi
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