Samstag, 07.04.2018
Zuerst die beste Nachricht: Günter ist erfolgreich operiert worden. Er wird am 22.04. in Düsseldorf abfliegen und am 23. in George Town wieder an Bord kommen, sofern der Flug nicht dem Verdi-Streik zum Opfer fällt.
Mein heutiges Ziel, Allens Cay (auch Allan’s Cay) eine winzige Insel, liegt weiter nördlich in der Exuma-Kette, ungefähr 30 nm entfernt. Meinem Revierführer entnehme ich, dass ausschließlich hier der bahamaische Felsenleguan lebt, eine geschützte Tierart, die ich mit der Kamera „jagen“ möchte. Mit dem schwachen Wind, sollte das eine Tagesreise werden, wenn ich es überhaupt schaffe. Auf dem Weg gibt es aber dutzende von Ankerplätzen, die ich nutzen könnte, falls es nicht klappt.
Um 07:04 ziehe ich den Anker an Bord und rolle die Genua aus. Der Wind bringt Lucky erst mal auf gut 2,5 kn, das ist schon schneller als gestern und verspricht eine Ankunftszeit von kurz nach 19:00.

12:00 Mit zunehmendem Wind steigt meine Geschwindigkeit auf jetzt 3,5 – 4 kn. Das Meer bleibt dabei ruhig, weil ich im Schutz der Inselkette fahre. ETA 17:00.
Der Wind hält durch und ich gehe um 16:53 östlich von Allens Cay vor Anker. Das Dinghi wird zu Wasser gelassen und ich setze zu der felsigen Inseln über. Das Anlanden an dem scharfkantigen, porösen Gestein ist nicht ganz leicht. Ich stolpere über den rauen Untergrund und durch niedriges Gestrüpp, kann aber, abgesehen von ein paar herrlich zwitschernden Vögeln, keine Tiere sehen.
Ich klettere zurück in mein Beiboot und fahre ein Stück entlang der Küste nach Süden. In einer kleinen Sandbucht mache ich den zweiten Versuch, jedoch sehe ich auch hier keine Leguane.
Die dritte Station ist die kleine, gegenüberliegende Robinsoninsel Leaf Cay mit großem Sandstrand.
Hier sonnen sich die kleinen Racker im warmen Sand.
Andere Menschen sind nicht hier. Die Tiere sind etwas scheu, aber dank Zoom-Objektiv komme ich zu meinen Bildern.

Tolle Bilder. 🙂
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