Donnerstag, 12.04.2018
Mit der Gewissheit, die Gezeiten diesmal passend anzutreffen, ziehe ich um 09:00 den Anker an Bord. Wie bestellt hat der Wind über Nacht auf Nord-Ost gedreht. Das bedeutet zwar, dass ich mit zwei Kreuzschlägen starte, aber auf der Fahrt zwischen Strand und Korallen habe ich ihn von achtern.
So läuft denn auch die Rückfahrt ebenso entspannt wie die Hinreise. Um 11:45 passiere ich Gun Point.
Vor Spanish Wells wird es nochmal sehr flach, das Echolot zeigt 1,70 als niedrigsten Wert. Der Wind ist schwach, und durch die einlaufende Flut wäre eine Berührung des Sandes kein Beinbruch gewesen, aber es passt. Jetzt folgt die lange gerade zum Current Cut. Bei sehr ruhiger See habe ich 2 ½ Stunden Zeit zum Frühstücken und Telefonieren. Den Cut erreiche ich um 14:40, die Flut läuft mit. Trotzdem muss ich für die Passage den Diesel starten. Der Wind bläst mir genau entgegen und die Durchfahrt ist zu schmal um unter Genua aufzukreuzen.
Auf der anderen Seite angekommen ist es mit der Ruhe vorbei. Ich habe 20 kn Gegenwind. Außerdem schwappt mir eine kurze Welle entgegen. Geduldig segele ich Schlag um Schlag meinem Ziel entgegen, aber das verlängert die Strecke natürlich erheblich. Es ist bereits dunkel, als ich um 20:00 meinen Anker bei Annie Bight, nahe Gregory Town fallen lasse.
Freitag, 13.04.2018
Auch heute habe ich den Wind wieder von vorn. Er ist etwas schwächer als gestern, und durch den Schutz der Insel Eleuthera gibt es kaum Welle. Um 07:45 segele ich los. Nach sechs Kreuzschlägen erreiche im um 11:10 die Einfahrt zu der Lagune von Alice Town.

Vor dem winzigen Ort gehe ich vor Anker. Ich brauche Guthaben für meine Telefonkarte. Das bekomme ich in einem kleinen Laden, in dem ich auch gleich ein paar Lebensmittel einkaufe.
Um 12:35 bin ich schon wieder unterwegs. Mit elf Schlägen erreiche ich den Ankerplatz am Alabaster Bluff um 18:35. Heute bin ich 38,5 nm gesegelt. Die Entfernung zwischen den Ankerplätzen Annie Bight und Alabaster Bluff beträgt 15,5 nm.