Donnerstag, 26.04.2018
12:30 Wir haben in der West End Marina auf Grand Bahama Island ausklariert und den Dieseltank aufgefüllt. Jetzt geht es Richtung USA weiter. Ich habe mir eine Karte des Golfstroms mit Richtung und Stärke entlang der amerikanischen Küste angesehen, es allerdings versäumt, einen Screenshot zu speichern. Den Scheitelpunkt vor Georgia habe ich mir mit N 31° 00,000‘ und W 080° 00,000‘ gemerkt.
Wir segeln also bei gleichmäßigem Wind in nordwestlicher Richtung, bis fast zum 80. Längengrad, dabei werden wir nach und nach bereits von der Strömung nördlicher versetzt. Hier die Kurs- und Geschwindigkeitsentwicklung des ersten Tages:
15:30 300° 4,5 Kn
19:00 300° 5,8 Kn
20:00 310° 8,0 Kn
21:10 317° 8,5 Kn
22:10 340° 10,0 Kn
23:15 357° 10,5 Kn
23:30 358° 11,4 Kn
Freitag, 27.04.2018
06:00 Ruppige See 358° 9,0 Kn
07:00 Wir sind jetzt ungefähr in Höhe Canaveral
10:00 359° 10,0 Kn
13:00 Der Wind wird schwächer. 000° 6,0 Kn
14:00 Wir starten den Motor zur Unterstützung
15:15 Auf Höhe von St. Augustine bergen wir die Segel und motoren den Rest des Tages.
Im Laufe des Abends ändere ich den Kurs in kleinen Schritten östlich. Wir nähern uns dem Scheitelpunkt vor Georgia
Samstag, 28.04.2018
00:30 Wir motoren immer noch.
01:00 Lassen den Scheitelpunkt 13 nm an Backbord liegen.
03:15 Segeln unter Genua. Dank Golfstrom mit 8,5 Kn.
05:15 Der Wind dreht. Segel geborgen. Weiter mit Maschine.
07:00 5,5 – 6,5 Kn
10:00 5,5 – 6,0 Kn Leichter Gegenwind
10:20 5,0 Kn Offensichtlich haben wir den Golfstrom verloren.
13:00 4,8 Kn
14:15 Der Wind dreht, wir setzen die Segel, bringt aber kaum Geschwindigkeit. Unter diesen Voraussetzungen haben wir die Hoffnung aufgegeben Morehead City bei Beaufort zu erreichen, bevor stärkerer Gegenwind einsetzt. Wir steuern jetzt Cape Fear an, um Morgen in Willmington einzuklarieren.
18:00 Großsegel geborgen.
20:15 Motor aus. Segel unter Genua mit knapp 5,0 Kn.
22:20 023° 4,7 Kn
Sonntag, 29. April 2018
01:15 23° 5,2 Kn
06:15 Der Wind frischt auf, dreht aber auf Nord, da müssen wir jetzt hin. Wir bergen die Genua und starten den Motor.
08:45 Lucky stampft gegen Wind und Tide 2,0 Kn. Voraussichtliche Einfahrt bei Cape Fear 17:00
13:20 Einfahrt Cape Fear River. Ging dann doch schneller als erwartet, weil es etwas ruhiger wurde und wir die Motordrehzahl erhöht haben. Ich habe inzwischen mit der Zoll- und Einwanderungsbehörde telefoniert und unsere Ankunft avisiert. Der Beamte hat vorgeschlagen, dass wir dem Intracoastel Waterway Richtung Norden folgen sollen. Wir werden ihn dann in Wrightsville Beach, Willmington zum Einklarieren treffen. Erschrocken stelle ich nach dem Ende des Gesprächs fest, dass es bis zum Treffpunkt noch über 22 Nm sind. Hier im Fluss stehen uns allerdings wieder 3 Kn Ebbstrom entgegen, wir kommen also nur 3,5 Kn über Grund vorwärts. Es könnte Abend werden bis wir dort sind.
17:20 Der Gegenstrom hat nachgelassen wir fahren 6,5 Kn über Grund.
19:20 Wir machen an der Tankstelle des Seapath Yacht Clubs, Wrightville fest. Ich habe dem Officer der Einwanderungsbehörde unser Eintreffen angekündigt, nachdem ich am Telefon 15 Minuten lang seine Fragen beantwortet hatte. Er erscheint eine Viertelstunde später in der Marina. An Bord füllen Günter und ich zwei kleine Formulare für den Zoll aus, der Beamte stempelt unsere Pässe, und das war es auch schon. Wir sind legal in die USA eingereist.
Seit George Town, Exuma waren wir 5 Tage und 22 Stunden unterwegs und haben 812 Nm zurückgelegt.
Von der Marina haben wir niemanden zu Gesicht bekommen. Nach dem Abendessen machen wir die Leinen wieder los und ankern 300 Meter entfernt im flachen Wasser vor sehr schönen alten Gebäuden. Morgen früh werden wir uns nach dem Tanken um einen Platz in der Marine bemühen. Wir müssen das Schiff entsalzen, Wäsche waschen und einkaufen.
Hallo Jungs, schön, dass Ihr heil in den USA angekommen seid. Ich hoffe, Fatta geht es gut und der Rücken „macht mit“. Achtet auf die dort sehr verbreiteten Meerjungfrauen. Ein amerikanischer Angler zum anderen, der soeben eine Mermaid geangelt hat und sie zurück ins Wasser warf : „Why“? Antwort: „How?….
LikeLike