Aufbruch nach Hause

29. Mai 2018

Es ist Zeit, zur Heimreise aufzubrechen. Gestern haben wir nochmal Proviant eingekauft, heute soll es losgehen. Um 11:40 rudere ich zur Lucky, ziehe den Anker aus dem Schlamm und motore zum Public Dock von Northport. Günter fährt mit Wilfrieds Jeep dorthin, den wir am Morgen mit unseren Vorräten beladen haben. Wir treffen uns um 12:50 am Dock. Ich glaube, wir haben mal wieder viel zu viel gekauft, aber man weiß ja nie, wie lang die Reise dauern wird. Es ist sonnig, sehr warm (30°C), und wir kommen beim Umladen ordentlich ins Schwitzen. Während ich mit dem Verstauen beginne, fährt Günter nochmal zurück um weiteren Proviant und Wilfried abzuholen.

Nachdem alles an Bord ist gönnen wir uns im Skipper‘s ein Abschiedsbier und einem kleinen Snack.20180529_160909

Um 17:00 wird es ernst. Wir verabschieden uns von unserem Freund und legen ab. Bei Seymour’s füllen wir die Wasser und Dieseltanks, aber dann sind wir wirklich unterwegs.

Über Nacht wollen wir die 75 Nm bis Montauk mangels Wind, unter Motor zurücklegen. Hier wird wieder getankt, und Morgen Vormittag geht es dann raus auf den Atlantik.

Vor uns liegen über 3.500 Nm, es ist schwer zu sagen, wann wir zu Hause sein werden. Wir haben geplant, die Reise nach einem Jahr dort zu beenden, wo wir am 15. Juli 2017 gestartet sind: Im Hafen der Krefelder Segler Vereinigung 33 e. V. Meinem Bruder Lothar werde ich unterwegs täglich, sofern möglich, unsere Position schicken, die er hier veröffentlichen wird.

Drückt uns die Daumen!

Angekommen!

Sonntag, 13.Mai 2018

02:00     Ich wache auf, weil mich etwas stört, als ich versuche, mich im Halbschlaf umzudrehen. Statt entspannt auf der Matratze, liege ich fest an der Bordwand, die Ablage neben dem Bett drückt mir ins Kreuz. Da stimmt doch was nicht.

Umständlich krieche ich aus dem Bett. Als ich endlich stehe, stelle ich fest, dass wir, dafür dass wir vor Anker liegen, ungewöhnlich viel Krängung haben. Ich hangle mich ins Cockpit. Der Strand ist deutlich näher gekommen, ein Blick ins Rigg macht deutlich, wie schräg wir liegen.

Ich wecke meinen Mitsegler, weil ich befürchte er könnte die Situation gänzlich verschlafen. Auch Günter braucht einen Moment zur Orientierung und hievt sich dann umständlich aus der Koje. Gemeinsam rekapitulieren wir, was passiert ist: Unser Anker fiel bei 3,5 m Wassertiefe, Lucky lag nach dem Ankern 2,9 m über dem Grund. Unabhängig von einander haben wir ermittelt, dass die Tiefe bis zum Niedrigwasser noch 0,6 m abnehmen würde, also alles im grünen Bereich.

Wir überprüfen unsere Ergebnisse und stellen fest, dass Günter im Tidenkalender den falschen Ort aufgerufen hat. Ich habe zwar in der richtigen Gegend gesucht, aber die Stromgeschwindigkeit von 0,6 Kn mit dem Tidenhub wechselt.

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Zwei Stunden vor Niedrigwasser

Inzwischen ist es 02:30. Wir stellen fest, dass erst um 04:30 Niedrigwasser ist, das Wasser also noch zwei weitere Stunden abfließt. Tun können wir jetzt nichts, wir gehen zurück in die Koje, wobei ich zum Schlafen das Salonsofa mit den Rückenpolstern nutze. Günter findet erst Schlaf, als der Pegel gegen Morgen wieder steigt. Aufgrund seiner Beobachtung rekonstruieren wir am nächsten Tag, dass wir bei Niedrigwasser eine Krängung von 55° hatten, wir haben also komplett auf dem Strand gelegen. Kann ja mal passieren.

Zum Glück war es dunkel, keiner hat’s gesehen.

Mit der Flut suchen wir uns einen neuen Ankerplatz, machen das Dinghi klar und setzen zum Strand über.  Wilfried erwartet uns dort schon mit dem Wagen.

Die kommenden zwei Wochen wollen wir bei unseren Freunden an Land verbringen. Spätestens Anfang Juni starten wir von hier zur Heimreise.

Endspurt

Samstag, 12. Mai 2018

Nach dem Aufstehen lese ich die Wetterprognose für den Tag: „6°C kälter als gestern.“ Als hätten wir nicht genug gefroren. Der Himmel ist grau, wolkenverhangen, es regnet schon seit Stunden. Wenigstens die Tide passt heute zu unseren Plänen.

Um 09:15 gehen wir Anker auf und motoren zur Freiheitsstatue. Unterwegs versucht die Sonne kurz zu scheinen, wird aber nach kürzester Zeit wieder von Wolken verdeckt. Es bleibt danach allerdings erst mal trocken.

Wir ankern um 12:15 bei „Miss Liberty“. Hier wird ausgiebig gefrühstückt.

Günter feiert die Ankunft mit Bier und Zigarre.IMG_5386a

Mit einsetzen der Flut lichten wir um 14:30 erneut den Anker, runden die Südspitze Manhattans und fahren in den East River.

Hinter Brooklyn- und Manhattan Bridge schiebt uns die Strömung kräftig. Wir erreichen zeitweise mehr als neun Knoten über Grund und sind bereits um 15:45 am Hell Gate.

Durch Bronx Whitestone– und Throgs Neck Bridge gelangen wir schließlich gegen 17:00 in den Long Island Sound.

Hier verliert der Schub seinen Schwung. Durch leichten Gegenwind und kurze Wellen sinkt unsere Geschwindigkeit zeitweise unter 4 Kn. Die voraussichtliche Ankunftszeit bei Eaton´s  Neck verschiebt sich immer weiter nach hinten. Wir benachrichtigen unsere Freunde, dass wir heute Abend nicht mehr an Land kommen werden.

Um 18:00 gibt es zum Abendessen Kalbsleber mit geschmorten Zwiebeln und Kartoffelpüree. Danach setzt bei 12°C (gefühlt 10) erneut ergiebiger Regen ein. Statt Bier trinken wir heute heiße Sangria, also Glühwein.

Es ist 22:00, als wir endlich Sand City, die Bucht von Eaton’s Neck erreichen. Vorsichtig tasten wir uns durch die Dunkelheit zu einem geeigneten Ankerplatz in Strandnähe. Nach dem Ankern um 22:15 sitzen wir noch bis nach Mitternacht bei Salzstangen und verschiedenen Getränken zusammen und plaudern über unsere Reiseerlebnisse.

Von Portmouth, Virginia nach Sandy Hook, New Jersey

09. Mai 2018

Um 18:30 treffen wir uns mit Vanessa und Wayne in der Brauerei am Hafen zum Abschiedsbier, drei Stunden später werfen wir die Leinen los und starten unsere Fahrt nach New York.

Nachdem wir das riesige Hafengebiet von Norfolk verlassen haben wird es immer diesiger. Ab 23:00 fahren wir durch dicken Nebel. Ich höre die Nebelhörner der Großschifffahrt, bin froh, die Schiffe auch via AIS auf meinem Plotter zu sehen. Es sind nur drei Schiffe in der Nähe unterwegs, keines bekomme ich in Natura zu sehen. Trotzdem bin ich froh, als wir endlich im offenen Atlantik sind, aber der Nebel und die Kälte „kriechen unter die Haut“. Alles ist nass.

10. Mai 2018

03:00     Immer noch Nebel

07:00     Durch den Nebel scheint etwas Sonne, brauchbarer Wind fehlt.

09:45     Der Nebel hat sich gelichtet. Trotz Sonnenschein bleibt es sehr kalt.

12:20     Sonnig und kalt.

Ab 13:00 können wir unter Genua segeln. Den Motor schalten wir ab.

Um 21:00 gibt es leichten Regen, hört aber bald wieder auf. Der Wind schwächt sich etwas ab.

22:30     Der Wind ist zurück. Wir laufen 5,7 Kn. Der Plotter rechnet mit einer Ankunft an der Freiheitsstatue am Freitag um 21:00.

11. Mai 2018

Um kurz vor 05:00 müssen wir wieder den Motor starten, um in Fahrt zu bleiben.

06:00     Sonnig und kalt. 17°C im Salon. Wir passieren Atlantik City, New Jersey

11:30     Wir fahren am Barnegat Inlet vorbei.

13:00     Durch Gegenwind und „Strom mit“ baut sich eine kurze See auf. Lucky stampft gegen Wind und Wellen.

Um 17:00 beruhigt es sich. Wir bereiten Dinner vor und essen anschließend.

Es ist wieder mal dunkel, als unser Anker um 20:55 hinter Sandy Hook fällt, aber wir haben viel geschafft und sind zufrieden. Nach einem Ankerbier dürfen wir beide die ganze Nacht schlafen.Norfolk-New York

Durch den Dismal Swamp Canal nach Portsmouth

Montag, 07. Mai 2018

Um 07:30 starten wir während der Öffnung der Klappbrücken von Elizabeth City mit einigen anderen Booten unsere Tagesreise. Es ist ein sehr trüber, kalter Tag. Der Morgennebel geht manchmal in leichten Nieselregen über. Sonne sehen wir heute nicht.

Der Intra Coastel Waterway (ICW) Route II  zeigt sich heute schmaler als bisher, wir fahren ja auch auf der historischen Alternativroute, die nur von Sportfahrzeugen genutzt wird.

Um 10:15 kommen wir vor der ersten Schleuse, South Mills Lock an, die uns in den Dismal Swamp Canal hebt.

Allerdings ist die nächste Schleusung erst um 11:00. Bis wir die Schleuse und die im Verlauf folgende Klappbrücke passiert haben ist es schon 12:00. Der jetzt folgende Abschnitt ist meist schnurgerade, aber sehr schmal.P1080071

Der Wald reicht bis ans Ufer, wir sind immer auf der Hut, nicht mit dem Mast an die überhängenden Zweige zu stoßen.

12:30 fahren wir am Visitor Center des Kanals vorbei, sparen uns aber einen Aufenthalt, um heute noch Portsmouth zu erreichen.

Um 13:00 passieren wir die Grenze nach Virginia, das heißt, wir müssen uns heute Abend wieder telefonisch bei Customs und Border Protection melden.

15:10     Wir warten wieder vor einer Klappbrücke, dahinter folgt die Schleuse die den historischen Kanalabschnitt beendet. Ausfahrt 16:10.

16:50     Warten vor der Gilmerton Hwy Hebe- und der direkt davor kreuzenden Eisenbahn-Klappbrücke.

Es dauert zwei Stunden, bis uns hier geöffnet wird, aber jetzt sind es nur noch ungefähr fünf Meilen durch das riesige Hafengebiet von Portsmouth und Norfolk bis zu den kostenlosen Liegeplätzen am Fuß des Harbour Tower, einem Apartmenthaus am Westufer des Elizabeth River.20180508_113533Hier machen wir um 20:00 ganz in der Nähe der Olde Towne Portsmouth  fest. Ich bin durchgefroren und freue mich aufs Abendessen, was wir schnell zubereiten. Danach folgen wir der Einladung von Vanessa und Wayne, die ihre Windancer ganz in der Nähe festgemacht haben. IMG_5355Bei leckeren Rum-Drinks verbringen wir einen netten Abend zusammen.

Dienstag, 08. Mai 2018

Es ist immer noch trüb, nass und kalt. Wir laufen trotzdem ein wenig durch die Olde Town Portsmouth mit ihren wunderschönen Häusern. Es gibt etliche Restaurants, Cafés, Geschäfte und jede Menge Kirchen.

Ein schöner Ort. Zum Abendessen sind wir mit Vanessa und Wayne im Deutschen Biergarten verabredet. IMG_0905Wir haben viel Spaß.

Mittwoch, 09. Mai 2018

Endlich zeigt sich die Sonne wieder, es wird wärmer. Morgens fahren wir in die benachbarte Marina und tanken Diesel und Wasser. Nach der Rückkehr zu unserem kostenfreien Platz laufen wir zum Food Lion um unsere Lebensmittelvorräte zu ergänzen. Heute Abend werden wir mit unseren Freunden ein Abschiedsbier trinken und im Laufe der kommenden Nacht zum Endspurt nach New York aufbrechen. Mit etwas Glück sollten wir am Samstag bei Miss Liberty sein. Spätestens Dienstag wollen wir in Northport, bei Angela und Wilfried ankommen.

Elizabeth City , North Carolina

5. Mai 2018

Unser Tagesziel ist Elizabeth City, Harbor of Hospitality und liegt 76 Nm entfernt. Das ist eine lange Etappe, aber wir haben auf der Strecke kein anderes, attraktives Ziel entdeckt. Wir fahren um 06:00 los, um bei Tageslicht anzukommen. Die Fahrt verläuft recht eintönig.

Wir versuchen immer wieder den Wind zu nutzen, ohne Erfolg. Um 13:40 passieren wir die Swing Bridge am Alligator River, die sich ohne Anruf rechtzeitig für unsere Durchfahrt öffnet. Nach 13 stündiger Motorfahrt machen wir bei einem der kostenlosen Liegeplätze am Mariner’s Warf City Dock von Elizabeth City fest.

Abends gibt es ein leckeres Steak im Cypress Creek Grill.

06. Mai 2018

Gegen 04:00 beginnt es zu regnen, hatten wir lange nicht. In einer Regenpause gehe ich gegen 08:00 zum Visiter Center im Museum of Albermarle, das sonntags leider geschlossen ist, ebenso wie das Flour Girls Café and Bakery. Wir warten an Bord den wieder einsetzenden Regen ab, um 11:00 soll er enden.

11:00 Es schüttet wie aus Eimern.

14:00 Der Regen lässt endlich nach. Um 14:30 machen wir uns auf den Weg zum Food Lion. Zwei Meilen (die Landmeilen sind ja nur 1,6 km lang) sind uns ein willkommener Spaziergang. Nach dem Einkauf machen wir eine kleine Pause vor Ort und belohnen uns mit ein paar Cookies and Cream Muffins, dann laufen wir zurück.

19:00    Nach dem Abendessen denkt unser Stegnachbar Wayne laut über einen Besuch der hiesigen Brauerei nach. Uns gefällt die Idee, zu dritt ziehen wir los. Auch die Brauerei ist sonntags leider nicht geöffnet, aber an der Bar im Grouper‘s  verbringen einen netten Abend zusammen.

Morgen früh um 07:00 brechen wir gemeinsam zur Weiterfahrt nach Portsmouth/Norfolk auf.

Belhaven, North Carolina

04.Mai.2018

Morgens fahren wir erst mal mit dem Dinghi in die Marina und gönnen uns für 5,00 $ eine Dusche. Danach gibt es einen leckeren Kaffee mit Muffin im The Bean.

09:20     Auf unserem Weg nach Norden fahren wir heute nach Belhaven. Die Entfernung von 41 Nm ist ein angenehmes Tagespensum auf dem Intracoastal Waterway. Wir haben Glück mit der Windrichtung und brauchen während unserer Tagesreise von acht Stunden, weniger als drei, die Hilfe des Diesels. Die meiste Zeit gleiten wir lautlos über die absolut ruhige Wasseroberfläche. Wir ändern öfter die Besegelung. Dabei nutzen wir Genua und Blister, in der zweiten Stunde sogar beide zusammen.20180504_102501 Das Revier wechselt zwischen weiten Flächen und kanalähnlichen Passagen.

17:35     Wir ankern vor Belhaven.

Mit großem Appetit setzen wir sofort mit dem Dinghi über. An Land finden wir schnell The Tavern at Jack’s Neck.

Das Lokal sieht einladend aus und hält was es verspricht. Gute Wahl!

Darüber hinaus gibt es eigentlich nicht viel zu sehen in Belhaven. Zum Supermarkt sind es vier Meilen, und die Bäckerei ist bereits geschlossen. Wir fahren zurück zur Lucky.

Morgen werden wir sehr früh aufbrechen um eine längere Strecke zu schaffen.

Oriental, North Carolina

Donnerstag, 03.Mai 2018

Um 10:00 heben wir den Anker. Heute ist Oriental, NC unser Ziel. Die kleine Siedlung am Neuse River mit gut 600 Einwohnern habe ich bereits bei meinem ersten Besuch 2015  ins Herz geschlossen. Wir folgen einem sehr schönen Abschnitt des Intracoastel Waterways. Zeitweise säumen schicke Anwesen den Kanal, dann fahren wir wieder an wilden, natürlichen Ufern entlang.

Die günstige Windrichtung erlaubt uns, fast ein Drittel der Strecke zu segeln. Um 14:30 fahren wir in den Hafen von Oriental ein.20180503_142806 Leider sind die drei kostenlosen Liegeplätze für 48 Stunden Gäste bereits belegt, also kehren wir um und ankern vor der Einfahrt. Nach dem Ankerbier machen wir das Dinghi klar und setzen über. Nach einer kleinen Runde durch das gepflegte Wohngebiet gönnen wir uns erst mal ein leckeres Eis im The Bean dem Café am Hafen, und weil es so gut war, direkt noch eins.

Der weitere Spaziergang führt uns zu The Silos, einem urigen Kneipenrestaurant in zwei alten Silos.

Zu unserer Überraschung und Freude kostet heute, Donnerstags, leckeres Fassbier nur 1,00 $ pro Glas. Wir genießen die Atmosphäre, Bier und Onion Rings, ohne zu vergessen, dass wir auf dem Weg an einer kleinen Brauerei vorbeigekommen sind, die wir auf jeden Fall noch besichtigen wollen.

Als wir auf dem Rückweg die Gaststube der New Village Brewery betreten, haben wir zunächst das Gefühl, eine Familienfeier zu stören, werden aber freundlich aufgefordert einzutreten. Das ehemalige Wohnhaus ist kaum umgebaut. Der Schankraum befindet sich im „Wohnzimmer“, nebenan gibt es ein Zimmer mit Sofa, Kicker und Flipper. Auf der Straßenseite kann man auf der Terrasse in Schaukelstühlen sitzen, und hinter dem Haus liegt ein kleiner Biergarten. Idylle pur.

Es gibt eine große Auswahl spezieller Biersorten, wir fühlen uns richtig wohl.  Wir lernen Lili und Frank, die Eigentümer kennen und tauschen unsere Karten aus.

Zufrieden fahren wir abends zur Lucky zurück.

Beaufort, North Carolina

Mittwoch, 02.Mai 2018

Wie geplant, gehen wir um 02:00 morgens Anker auf und verlassen Wrightsville durch das Masonboro Inlet. Unser Ziel, Cape Lookout liegt ca. 70 Nm entfernt, der Kurs dorthin ist fast schnurgerade, ungefähre Richtung 70°. Was fehlt ist Wind zum Segeln. Uns bleibt nichts anderes übrig, als die Strecke unter Motor in Angriff zu nehmen. Mir ist kalt, und ich bin müde. Um 04:00 krieche ich zurück in die Koje, Günter hat alles im Griff. Während ich fest schlafe, angelt er im Morgengrauen einen kleinen Thunfisch fürs Abendessen. Petri Dank!

Wir kommen um 14:00 beim Cape Lookout an, eine große geschützte Bucht eingerahmt von endlosen Sandstränden. Sicher sehr schön, was uns fehlt ist türkisfarbenes, kristallklares Wasser und 10° höhere Temperaturen.

Wir wenden, setzen die Genua und segeln zum 9,5 Nm entfernten Beaufort. Obwohl wir im Inlet wieder etwas Gegenstrom haben, kommen wir  ohne Motorunterstützung bis zum Taylor Creek, direkt vor der Stadt. Hier gehen wir um 16:25 vor Anker.20180502_183014

Beaufort ist ein sehr netter Ort, mit hübschen, alten Wohnhäusern, vielen Geschäften und Restaurants entlang der Front Street. Die Kleinstadt hatte im Jahr 2000 3.771 Einwohner und ist die drittälteste in North Carolina.

Die Bordküche bietet abends Thunfisch als Vorspeise, danach Hamburger.