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Mansboro-Inlet

legen wir um 11:35 ab, um am Nachmittag das Mansboro-Inlet zu erreichen. Von hier aus wollen wir den Kurs direkt auf Beaufort richten, voraus gesetzt der Wind bläst, wie angesagt. Zunächst werden wir jedenfalls von der Flut geschoben und kommen um 15:40 beim Inlet an. Um nicht zu früh in Beaufort zu sein ankern wir hier, chillen, kochen, essen.

18:10 setzen wir die Segel und verlassen das Inlet. Auf dem Atlantik empfängt uns ein leichter ESE-Wind und eine kurze Welle. Einmal eingestellt passt der Trimm für die ganze Strecke. Wir gleiten leise plätschernd in die Nacht.

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Myrtle Beach

Wir fahren nur  4,5 Meilen weiter auf dem ICW und machen um halb eins bei der „Barefoot Landing Marina“ fest, gehört immer noch zu Myrtle Beach. Zu unserem Erstaunen gibt es hier keine Duschen und man benutzt die öffentlichen Toiletten des direkt dahinter liegenden Zentrums mit vielen Geschäften und Restaurants. Vom Steg aus laufen wir an einem Steakhouse vorbei und sind sofort im Zentrum. Sehr nett und eben nah. Zum Duschen nutzen wir den Wasseranschluss am Steg mit unserem Schlauch, es ist ja wieder sehr warm. Um 13:30 setzt wiedermal ergiebiger Regen ein. Andrea lässt sich unter der Traufe unseres Sonnenschutzes abkühlen. Nach dem ersten Schauer beobachte ich hinter unserem Boot eine Wasserschlange.

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Bald regnet es wieder. Am frühen Abend besuchen uns Max und Miriam, die nach ihrem Auslandssemester in Massachusetts die Ostküste der USA bereisen.

Wir verbringen zusammen einen netten Abend.

Auch am Donnerstag kommen wir nicht weit. Wir haben in der Nähe eine günstige Marina mit Swimmig-Pool gefunden, die wollen wir uns ansehen. Obwohl wir erst mittags losfahren, erreichen wir den Hafen bereits um halb drei, waren ja auch nur 6,5 nm. Alles prima hier, große saubere Duschen und ein schöner angenehm temperierter Pool mit vielen freien Liegen zum Entspannen.

Max und Miriam holen sich in der Zwischenzeit einen schicken Sonnenbrand am Strand. Abends essen wir zusammen an Bord.

Bevor wir am Freitag weiterfahren reservieren wir einen Liegeplatz in Southport, weil das Memorial Day Wochenende bevorsteht. Um 15:30 kommen wir in der „Indigo Plantation Marina“ an. Sehr ruhig gelegen, dafür ist es weit in die kleine Stadt zu laufen.

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Samstag wandern wir in die City. Auf dem Weg läuft uns ein Reh über den Weg.

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Ein netter Ort mit vielen Geschäften, Restaurants und einer Eisdiele.

Der nette Dockmaster

Um 10:30 fahren wir weiter zur 13 Meilen entfernten Grand Dunes Marina, Myrtle Beach.

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Sehr freundliche Helfer nehmen unsere Leinen an und beantworten später bei der Anmeldung unsere Fragen zu Myrtle Beach. Ohne Auto ist man hier offensichtlich aufgeschmissen, aber die Dockmaster wollen uns gerne dahin fahren, wo es was zu sehen gibt. Wir nehmen das Angebot  an und sind um 15:00 am „Broadway“, einem der Zentren der riesigen Stadt. Die Fahrt dauerte bestimmt 15 Minuten, unmöglich zu laufen. Der Fahrer bietet sogar an, uns abzuholen, falls wir vor 18:00 zurück wollen.

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Broadway ist vergleichbar mit Oberhausens CENTRO, allerdings viel größer, und das Warenangebot zielt  mehr auf Urlauber. Viele Restaurants, Kinos, Aquarium und coole Schnick-Schnack- und Vintage Läden.  Nach einem schönen Spaziergang nutzen wir die Happy Hour einer Brauerei. Zwei „Vorspeisen“ machen uns mehr als satt. Um 18:00 werden wir abgeholt. Der nette Dockmaster macht mit uns noch eine ausgiebige Rundfahrt, weil wir ja kein Auto haben. Klasse!

What a deal!

Um 10:00 verlassen wir den kleinen Hafen und setzen die Fahrt auf dem ICW fort. Es ist wieder sonnig und warm. Viel Natur, wenig Verkehr.

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Die wenigen großen Motoryachten die uns überholen, verringern ihre Geschwindigkeit bei dem Vorgang deutlich, um uns nicht zu sehr durchzuschaukeln. Auf Bäumen und einigen Seezeichen haben Greifvögel ihren Horst errichtet.

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Nachmittags sehen wir wieder einen Alligator.

Um 16:00 machen wir in der netten Osprey Marina fest.

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Hier liegen wir vergleichsweise preiswert und erhalten bei der Anmeldung noch eine Tüte mit verschiedenen Goodies: Ein Glas Marmelade, Seife, Shampoo, Waschmittel, Gebäck, Cracker, und Infomaterial über den ICW. Am nächsten Morgen gibt es kostenlos Kaffee und Donats. What a deal!

Georgtown

Obwohl uns im Bett ein Moskitonetz schützt, waren die zahlreichen Mücken in der Nacht lästig und haben auch einige Stiche hinterlassen. Sonst war die Nacht ruhig wie kaum eine andere. Um 08:10 lichten wir den Anker und folgen weiter dem ICW, der sich heute von seiner wild romantischen Seite zeigt. Keine Anzeichen von Zivilisation über weite Strecken.

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Keine Krokodile.

Um kurz vor elf erreichen wir Georgtown, wo wir erst mal kostenfrei an einem öffentlich Steg vermachen können, um uns im Ort umzuschauen.

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Wir finden eine nette kleine Stadt vor und verholen uns um 13:00 zum Übernachten in die hübsche Harborwalk Marina.

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Andrea wäscht und ich suche im Internet nach einer Werft, in der wir den Unterwasseranstrich erneuern können.

Ein Alligator und Delfingruppen

Wir stehen früh auf, genießen die Duschen noch mal und verlassen nach dem ersten Kaffee um 08:00 die Marina. Das Wetter ist sonnig und trocken, allerdings nicht mehr so warm. Wir überqueren die Bucht von Charleston, um dann in den Intracoastel Richtung Norden zu fahren. Um 09:15 erreichen wir die erste Drehbrücke, die am Wochenende zu jeder vollen Stunde öffnet. Wenn wir das gewusst hätten. . . .

Wir reduzieren die Fahrt und brauchen so genau passend 45 Min für die 600 Meter bis zur Durchfahrt. 10:04 geht’s weiter. Rechts und links des breiten Gewässers stehen einige große Anwesen, von denen lange Stege über weite Grasflächen bis ans Wasser reichen.P1030812a

Der „Kanal“ ist hier stellenweise ziemlich flach, und wir halten uns in der Mitte, um nicht fest zukommen. Ehrlich gesagt ist die Fahrt bisher langweilig.

Ab und zu zeigen sich auch hier kleine Delfingruppen. Um 14:15 sichtet Andrea den ersten Alligator, weitere um 17:13 und 17:30.P1030832a

Damit hab ich nicht gerechnet, aber Schwimmen fällt schon wegen des trüben, braunen Wassers aus.

Um 18:10 ankern wir in einem Nebenarm des „Kanals“. Der Wasserstand im Intercoastel ist tidenabhängig, so ist der Strom über Tag mal mit und mal gegen uns. Jetzt zieht das auflaufende Wasser kräftig am Anker. Es ist unglaublich still hier.

Wasser- und Dieseltank werden gefüllt, danach lassen wir uns zum Supermarkt bringen, um unsere Vorräte aufzufüllen. Klar zum Auslaufen haben wir noch viel Zeit wieder in die Stadt zu gehen.P1030795a

Wir erstehen das ein oder andere Andenken bzw. Mitbringsel. In ein Open-Air Konzert in einem Park hören wir nur kurz rein, da wir weder Campingstühle noch Picknick-Decke bei uns haben.

Südstaaten-Villen

Wir laufen von der Marina in die Altstadt. Ist zwar nicht ganz nah, aber der Weg führt uns vorbei an wunderschönen „Südstaaten-Villen“, entlang der Straßen wachsen große Bäume.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Die Stadt ist lebendig, hat unzählige schöne Geschäfte und Restaurants. Abend besuchen wir ein Konzert mit dem Namen „Sound of Charleston“, zur Musik gibt es ein paar Daten aus der Geschichte der Stadt. Sehr schön!

Schöner Tag

Um 08:30 rollen wir auch die Genua ein. Der schwache Wind kommt jetzt aus Norden, es ist bewölkt und deutlich kühler. Um 16:45 machen wir in der Ashley Marina, Charleston fest. Hinter uns liegen 530 Seemeilen. Hier steht dem Liegegeld endlich wieder ein ansprechendes Angebot gegenüber: ordentliche Stege, saubere Sanitäranlagen, Wasser, Internet und ein Shuttleservice zu einem erstklassigen Supermarkt. Abends lassen wir uns von einem Taxi zum Essen in die Stadt bringen.

Windmangel

Leider ist der Spaß um 08:00 vorbei. Wir starten den Motor wegen Windmangel. Um 11:00 gibt es leichten Westwind, aber der Motor muss die Segel weiter unterstützen. Wir können inzwischen absehen, dass wir bereits am Mittwoch ankommen, wenn wir nicht zu viel Fahrt verlieren. Das Groß wird um 14:30 wieder geborgen. Von 21:30 bis 22:45 schafft die Genua noch mal 6 kn ohne Motor.