Montag, 07. Mai 2018
Um 07:30 starten wir während der Öffnung der Klappbrücken von Elizabeth City mit einigen anderen Booten unsere Tagesreise. Es ist ein sehr trüber, kalter Tag. Der Morgennebel geht manchmal in leichten Nieselregen über. Sonne sehen wir heute nicht.
Der Intra Coastel Waterway (ICW) Route II zeigt sich heute schmaler als bisher, wir fahren ja auch auf der historischen Alternativroute, die nur von Sportfahrzeugen genutzt wird.
Um 10:15 kommen wir vor der ersten Schleuse, South Mills Lock an, die uns in den Dismal Swamp Canal hebt.
Allerdings ist die nächste Schleusung erst um 11:00. Bis wir die Schleuse und die im Verlauf folgende Klappbrücke passiert haben ist es schon 12:00. Der jetzt folgende Abschnitt ist meist schnurgerade, aber sehr schmal.
Der Wald reicht bis ans Ufer, wir sind immer auf der Hut, nicht mit dem Mast an die überhängenden Zweige zu stoßen.
12:30 fahren wir am Visitor Center des Kanals vorbei, sparen uns aber einen Aufenthalt, um heute noch Portsmouth zu erreichen.
Um 13:00 passieren wir die Grenze nach Virginia, das heißt, wir müssen uns heute Abend wieder telefonisch bei Customs und Border Protection melden.
15:10 Wir warten wieder vor einer Klappbrücke, dahinter folgt die Schleuse die den historischen Kanalabschnitt beendet. Ausfahrt 16:10.
16:50 Warten vor der Gilmerton Hwy Hebe- und der direkt davor kreuzenden Eisenbahn-Klappbrücke.
Es dauert zwei Stunden, bis uns hier geöffnet wird, aber jetzt sind es nur noch ungefähr fünf Meilen durch das riesige Hafengebiet von Portsmouth und Norfolk bis zu den kostenlosen Liegeplätzen am Fuß des Harbour Tower, einem Apartmenthaus am Westufer des Elizabeth River.
Hier machen wir um 20:00 ganz in der Nähe der Olde Towne Portsmouth fest. Ich bin durchgefroren und freue mich aufs Abendessen, was wir schnell zubereiten. Danach folgen wir der Einladung von Vanessa und Wayne, die ihre Windancer ganz in der Nähe festgemacht haben.
Bei leckeren Rum-Drinks verbringen wir einen netten Abend zusammen.
Dienstag, 08. Mai 2018
Es ist immer noch trüb, nass und kalt. Wir laufen trotzdem ein wenig durch die Olde Town Portsmouth mit ihren wunderschönen Häusern. Es gibt etliche Restaurants, Cafés, Geschäfte und jede Menge Kirchen.
Ein schöner Ort. Zum Abendessen sind wir mit Vanessa und Wayne im Deutschen Biergarten verabredet.
Wir haben viel Spaß.
Mittwoch, 09. Mai 2018
Endlich zeigt sich die Sonne wieder, es wird wärmer. Morgens fahren wir in die benachbarte Marina und tanken Diesel und Wasser. Nach der Rückkehr zu unserem kostenfreien Platz laufen wir zum Food Lion um unsere Lebensmittelvorräte zu ergänzen. Heute Abend werden wir mit unseren Freunden ein Abschiedsbier trinken und im Laufe der kommenden Nacht zum Endspurt nach New York aufbrechen. Mit etwas Glück sollten wir am Samstag bei Miss Liberty sein. Spätestens Dienstag wollen wir in Northport, bei Angela und Wilfried ankommen.
Das Revier wechselt zwischen weiten Flächen und kanalähnlichen Passagen.
Leider sind die drei kostenlosen Liegeplätze für 48 Stunden Gäste bereits belegt, also kehren wir um und ankern vor der Einfahrt. Nach dem Ankerbier machen wir das Dinghi klar und setzen über. Nach einer kleinen Runde durch das gepflegte Wohngebiet gönnen wir uns erst mal ein leckeres Eis im The Bean dem Café am Hafen, und weil es so gut war, direkt noch eins.



Im Laufe des Abends ändere ich den Kurs in kleinen Schritten östlich. Wir nähern uns dem Scheitelpunkt vor Georgia
Von der Marina haben wir niemanden zu Gesicht bekommen. Nach dem Abendessen machen wir die Leinen wieder los und ankern 300 Meter entfernt im flachen Wasser vor sehr schönen alten Gebäuden. Morgen früh werden wir uns nach dem Tanken um einen Platz in der Marine bemühen. Wir müssen das Schiff entsalzen, Wäsche waschen und einkaufen.
Nach Vorlage des Protokolls vom ersten Besuch, nehmen die Herren diesmal Abstand von einem Besuch auf der Lucky und kehren zum Mutterschiff zurück.





