Sonntag, 17.09.2017 teilweise bedeckt, später sonnig
Wir schlafen erst mal aus und frühstücken in Ruhe. Um kurz nach 11:00 machen wir uns auf den Weg zum Ausgang des Resorts, wo sich eine Bushaltstelle befindet. Dem angeschlagenen Plan entnehmen wir, dass der Bus Richtung Funchal um 12:00 hier halten wird. Sicherheitshalber sprechen wir noch mit einem offensichtlich ortskundigen Herrn, der ebenfalls hier wartet. Er bestätigt unsere Recherche und weist uns auch gleich darauf hin, dass heute der letzte Bus zurück um 16:30 in Funchal abfährt. Jetzt sind wir bestens informiert.
Bushaltestelle Quinta do Lordes
Der Bus kommt fast pünktlich und wir genießen die Fahrt über die grüne Insel. Ca. 1 ½ Stunden dauert die Reise. Dabei fahren wir über teilweise schmale Straßen mit engen Ortsdurchfahrten. Oft kann man von der Steilküste weit aufs Meer schauen.
Wir haben in Funchal genau drei Stunden Zeit bis zur Rückfahrt. Unser erster Weg führt uns zum Marinabüro, dass natürlich am Wochenende geschlossen ist. Der aufkeimende „kleine Hunger“ begleitet uns auf unserer Wanderung durch die hübschen Gassen von Funchal.
Eines der Restaurants erscheint uns besonders reizvoll, weil mach durch den Gastraum in einen idyllischen Garten hinter dem Haus schauen kann, wo ebenfalls gegessen wird. Die Speisenkarte sagt uns zu, und wir kehren ein.
Wir essen leckere Drei-Gang-Menus, zu sehr günstigen Preisen. Der Nachtisch besteht aus frischem Obstsalat, und auch der Rest war eine eher leichte Mahlzeit.
Sollte es etwa an den Getränken gelegen haben, dass wir etwas später beim Wiegen in einer Apotheke bitter enttäuscht werden. Die Waage zeigte ein jeweils 5% höheres Gewicht an, als bei der letzten Messung am 31.08. in Olhao. Ich nehme an, dass eine der Waagen defekt ist.
Günter verliert in dem Moment jede Hoffnung sein Diät-Ziel zu erreichen und kauft sich bei nächster Gelegenheit ein Eis.
Darauf soll es jetzt auch nicht mehr ankommen.
Wir haben noch Zeit für’s Abendessen einzukaufen, bevor wir um 16:45 in den Bus steigen. Zurück in der Marina Quinta do Lorde sehen wir, dass auch unsere Bekannten von der Sancara angekommen sind.
Auf der Terrasse des Bistro’s am Hafen verbringen wir einen netten Abend zusammen. Essen vertagen wir auf Morgen.
Montag, 18.09.2017 bedeckt, später sonnig
Lange geschlafen, spät gefrühstückt.
Gegen 10:30 rufen wir bei der Marina Funchal an. Hier erhalten wir die Telefonnummer von Rafael, der die neue, kleine Marina betreut. Rafael kann uns einen Liegeplatz für zwei Tage anbieten. Super! Um 12:30 verlassen wir den Hafen, nachdem wir noch mal aufgetankt haben und erreichen Funchal wie angekündigt kurz vor 15:00. Wir machen an einer sehr sauberen Steganlage fest, und Rafael begleitet mich zur Passkontrolle. Danach checke ich in seinem Büro ein. Auf dem Weg zeigt er mir wo die Duschen und Toiletten sind, die täglich von 08:00 bis 20:00 geöffnet sind. Er prüft nochmal seinen Terminkalender und bietet an, dass wir etwas länger bleiben könnten, wenn wir bereit wären, zweimal den Platz zu wechseln. Schauen wir mal.
Erwähnenswert ist noch die Lage der Duschen und Toiletten. Im Hafen wird immer noch gebaut. Die neue Marina liegt östlich der alten – die Duschen westlich davon. Spaßeshalber sind wir, nachdem alles erledigt war, mal hin gelaufen.
Günters Schrittzähler zeigt uns einen Weg von 0,97 km. Das kann unter Umständen eng werden.
Beim weiteren Spaziergang machen wir einen Bogen um Apotheken. Auch Eisdielen werden sicher umschifft. Für Morgen haben wir uns zu einer Minibus-Reise über den Westteil der Insel angemeldet. Wir sollen um 08:45 am Touristeninformationszentrum einsteigen.
Wann müssen wir denn dann zur Dusche aufbrechen?
Wir haben Brötchen von gestern an Bord, die wir uns für später schon mal belegen. Wer weiß, was heute auf uns zukommt. Die Grib-Files (Winddaten, die wir aus dem Internet beziehen) versprechen im Schnitt 2 kn weniger als gestern. Soweit, so gut. Gestern waren 18 kn angesagt, wir hatten in Böen 25, das mag auch an unserem Ankerplatz gelegen haben.


Der Wein trifft nicht 100%ig unseren Geschmack, aber wir müssen ja auch noch (Dingi) fahren.
Auch eine Diät braucht Pausen.
Am Meldesteg legen wir nochmal kurz an, um unsere Zugangskarten abzugeben, vor allem aber um uns von Rüdi zu verabschieden, der uns dort bereits mit seiner Kamera erwartet. Ein bisschen bedauert er, diesmal nicht mit von der Party zu sein, aber er hat sein „Segelsoll“ für dieses Jahr mehr als erfüllt.
Um 10:35 fahren wir los, begleitet von einem kräftigen Ton aus Rüdi’s Horn. Unser Ziel ist die kleine Atlantikinseln Porto Santo, kurz vor Madeira. Vor uns liegen ca. 450 nm, die wir bei gutem Wind, und den sollen wir haben, in ca 3 ½ Tagen bewältigen sollten.
Mit dem kleineren Segel steuert er auch weiter, als der Wind am Nachmittag zur vorherigen Stärke zurückkehrt.

Ich habe Walter und seine Frau Claudia 2014 an der Algarve kennengelernt. Sie sind befreundet mit Nili und Julio, von denen ich meine Lucky gekauft habe. Walter setzt gleich mit dem Dingi über, um uns zu begrüßen und lädt uns ein, abends auf seinen Kat zu kommen. Wir nehmen die Einladung gerne an und verbringen einen tollen Abend an Bord der Fran Arc 2.
Hier liegen Nili und Julio mit ihrem Katamaran Nilio. Die Beiden kommen sofort mit dem Dingi rüber und bringen sogar frisches Bio-Obst mit. Danke!
Abends holen wir uns die neuesten Windvorhersagen und entscheiden, Montagmorgen nach Madeira aufzubrechen. Bei viel Wind rechnen wir mit einer Reisedauer von gut drei Tagen.
Wir sind heute 12,4 km – 15.528 Schritte gelaufen.


Der Einfachheit halber bleibt er über Nacht, und wir verholen uns Freitag Morgen gemeinsam in die Marina Lagos. Als erstes füllen wir unseren Getränkevorrat auf.
Alles was wir hier kaufen, müssen wir nicht später mit dem Dingi ranschaffen.
Zwei Bier = 1,60€.
Am Fuße des Turms liegt eine sehr schöne Strandbar, wo wir uns erst mal eine Pause gönnen.
Wieder liegt ein langer Fußmarsch vor uns. Nach dem Einkauf bei Aldi stiefeln wir zurück zur Fähre, die uns wieder zu unserem Dingi nach Culatra bringt.
Um 19:30 sind wir an Bord und kochen unser Abendessen.
Wir bestellen das Tagesgericht, einen Fischeintopf, sieht gewöhnungsbedürftig aus, schmeckt aber, dazu eine Karaffe Wein.
Lecker.
und gehen um 18:25 vor dem Strand von Baleeira vor Anker. Hier lockt das klare, fast 23° warme Wasser zum ersten Bad im Meer, und ich gebe der Versuchung spontan nach.
Es ist herrlich!
Abends gehen wir gemeinsam Essen und es ist bereits sehr spät als wir gut gelaunt mit dem Dingi zur Lucky zurückkehren.
Günter führt seinerseits ein paar Anrufe. Mein Angebot, erst mal in Ruhe einen Kaffee zu trinken, beantwortet er mit: „Ich hab hier längst den Kaffee auf.“
Ich bin selbst überrascht, von dem köstlichen Ergebnis.
Wir unternehmen unterwegs ein paar Versuche zu segeln, aber länger als eine halbe Stunde hält der Wind nie durch. Dafür widmen wir uns ausgiebig unserem täglichen Sportprogramm.


