30.07.2017 Wolkig, aber trocken. Später sonnig!
Wir haben uns zu einer 3 ½ stündigen Inselrundfahrt angemeldet. Abfahrt ist um 10:30 am Herm Kai, den Bus sollen wir dort um 10:15 treffen. Wir sind etwas eher da und warten. Ab 10:17 machen wir uns Gedanken, was wir wohl falsch verstanden haben könnten. Zufällig bleibt mein Blick an einer Turmuhr hängen, die die Ortszeit anzeigt:
09:19. . . . Ach, ja. Hier weicht die Uhrzeit eine Stunde von der MESZ ab. Jetzt haben wir wieder Zeit noch eine Runde durch den hübschen Ort zu drehen.
Der kleine Bus kommt pünktlich und wir bekommen zwei herrliche Fensterplätze.
Ken, der Fahrer, stellt sich vor, verteilt Landkarten und fährt pünktlich ab. Während der Fahrt kommentiert er gut verständlich, was es zu sehen gibt. Die vorbeiziehende Landschaft, Häuser und Gärten, wecken in mir spontan den Wunsch, hier mal mit einem eigenen Fahrzeug entlang zu fahren. Wäre da nicht der Linksverkehr. Wir lernen viel über die Insel und halten an einigen mehr oder weniger interessanten Sehenswürdigkeiten.

Neben seinen Ausführungen über Landschaft und Geschichte, erzählt Ken auch den folgenden Witz:
Prinz Charles überfährt bei der Ankunft auf Mutters Landsitz versehentlich einen der Corgies der Queen. Er ist schockiert. Da er nicht weiß, wie er es seiner Mutter beibringen soll, nimmt er einen Klappspaten aus dem Kofferraum, um das Tier neben der Straße zu vergraben. Nach ein paar Spatenstichen stößt er auf einen metallenen Gegenstand, eine alte Öllampe. Er reibt sie an seiner Jacke sauber und zischend erhebt sich ein Genie aus der Lampe.
Der Geist sagt: „Charles, du hast mich befreit. Aus Dankbarkeit erfülle ich dir deinen größten Wunsch“.
Freudig wünscht sich Charles: „Bitte mach den kleinen Hund, den ich überfahren habe, wieder lebendig.“
Der Geist wendet sich dem Corgie zu, dreht sich aber nach ein paar Minuten wieder um und sagt: „Da kann ich leider nichts mehr machen. Aber weil ich dir diesen Wunsch nicht erfüllen kann, hast du einen anderen frei“.
„OK“, sagt Charles: „dann mach, dass Camilla hübsch ist“.
Der Geist zuckt zusammen und sagt: „Ach, lass mich doch noch mal nach dem Hund sehen“.
Es war eine sehr schöne Tour.
Nachmittags besorgen wir uns die neuesten Wetterdaten und planen unsere Abreise für Morgen. Der Hafenmeister bestätigt, dass der Wasserstand unser Auslaufen ab 11:00 Ortszeit zulassen wird. Wir beschließen, Morgen nach Brest oder ins daneben liegende Camaret sur mer zu fahren. Wir rechnen mit einer 24 stündigen Motorfahrt mit leichtem Gegenwind. Hauptsache weiter nach Süden.

Diese Diät sieht wirklich erfolgversprechend aus. „Verlieren Sie 48 Stunden in nur zwei Tagen!“ 🙂
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